Im Lied besingt er auch Berlins schlechte Seiten und drückt seine eigenen, gemischten Gefühle aus. Wir haben den Song unter die Lupe genommen, uns einige Zitate herausgesucht und dazu eine Umfrage unter rund 80 Berlinern im Norden der Stadt gestartet - die Hälfte von ihnen waren Jugendliche, die andere Hälfte Erwachsene.

Den Chorus von "Schwarz zu Blau" kennt wohl inzwischen jeder Jugendliche in Berlin:

"Guten Morgen Berlin,

du kannst so hässlich sein,

so dreckig und grau,

du kannst so schön schrecklich sein,

deine Nächte fressen mich auf,

es wird für mich wohl das Beste sein,

ich geh' nach Haus und schlaf' mich aus,

und während ich durch die

Straßen lauf

wird langsam Schwarz zu Blau."

Im Song spielen auch das Kottbusser Tor und "benebelte Junks" eine Rolle. Wir wollten deshalb bei unserer Umfrage wissen: "Stimmt es aus deiner/ihrer Sicht, dass das Kottbusser Tor ein Schandfleck ist, wo Erbrochenes herumliegt und Junkies herumlungern?" Der größte Teil der von uns Befragten stimmte dieser Aussage zu und findet die Situation am Kottbusser Tor "unzumutbar". Ein anderer, kleiner Teil ist selten dort und konnte deshalb nichts sagen.

Frage: "Fühlst du/fühlen sie sich belästigt durch Leute, die ihre Obdachlosenzeitung verkaufen wollen?" Die meisten der von uns Befragten fühlen sich dadurch nicht gestört.

"Findest du/finden sie, dass in Berlin zu viele Hundeexkremente herumliegen?" Diese Frage wurde von den Berlinern durchweg bejaht. Die Befragten fühlen sich durch den Gestank und die häufig notwendigen Ausweich-Manöver sehr belästigt und verlangen von den Hundebesitzern, mehr Verantwortung dafür zu übernehmen.

"Findest du, finden sie, dass Berlin insgesamt so hässlich, dreckig und grau ist, wie Peter Fox es beschreibt?" So gut wie alle der von uns Befragten antworteten auf diese Frage mit einem sehr klaren "Nein".

Zuletzt stellten wir die Frage, was die Berliner gerne an ihrer Stadt ändern würden. Bei den Antworten gingen die Meinungen sehr weit auseinander. Viele würden gar nichts ändern und Berlin einfach lassen, wie es ist. Andere wiederum meinten: ,,vieles". Anbei ein paar der genannten Wünsche:

- ,,Eine höhere Strafe für Hundebesitzer, die die Exkremente ihrer Tiere nicht entfernen."

-,,Weniger Obdachlose".

- ,,Nicht so viele Leute, die einen anpöbeln".

-,,Weniger Schmutz".

-,,Keine Schmierereien (Graffiti)".

-,,Mehr Grün, also Parks und Grünflächen".

-,,Bessere Müllentsorgung".

-,,Mehr Fahrradwege".

-,,Mehr Geld für Bildung".

Philipp Vogel, Lukas Herkt & Christin Henicz, Kl. 8a, Katholische Schule Salvator, Reinickendorf