Ileni & Alysa: Wie kommt es, dass Sie so gut Deutsch sprechen?
Mats Wahl: Ich hatte Deutschunterricht in der Schule. Ich war zwar nicht sehr gut, doch ich habe etwas gelernt…
Ileni & Alysa: Warum schreiben Sie so viele Krimis?
Mats Wahl: Eigentlich schreibe ich gar nicht gern Krimis. Nur sieben oder acht Prozent der Bücher, die ich geschrieben habe, sind Krimis. Vor ein paar Jahren wollte ich ein Science-Fictionbuch schreiben, doch es funktionierte nicht. So entstand dann ein Krimi….
Ileni & Alysa: Was wollen Sie in Ihren Büchern zeigen?
Mats Wahl: Es gab schon einige große Schulschießereien in Finnland. In Schweden gibt es jeden Tag kleine Brände: Schüler gehen in den Pausen auf Toilette und zünden kleine Papiere an. Das hätte man früher Schülerstreiche genannt, aber ich glaube, heute steckt mehr dahinter. Ein Gewaltpotenzial, aber auch ein Hilferuf: ,Kümmert Euch um uns’. Ich will Jugendlichen zeigen, dass sie nicht alleine sind. Dem will ich vorbeugen.
Ileni & Alysa: Wieso wollten Sie Schriftsteller werden?
Mats Wahl: Als ich sechs Jahre alt war, geschah etwas Merkwürdiges in Idaho. Ein Schriftsteller namens Ernest Hemingway hielt sich eine Kanone in den Mund und erschoss sich. Ich fing an, ein Buch von ihm zu lesen. Von da an wollte ich auch Schriftsteller werden. Einige Monate später kaufte ich mir eine Schreibmaschine, damals kosteten diese nur umgerechnet etwa fünf Euro.
Ileni & Alysa: Wer ist Ihr Vorbild?
Mats Wahl: Ernest Hemingway und der Engländer Ian McEwan.
Ileni & Alysa: Woher nehmen Sie ihre Inspiration?
Mats Wahl: Es gibt Träume, Tagträume und die Realität. Wenn sich diese drei Dinge überlappen, entsteht die Inspiration für jeden Künstler.
Ileni & Alysa: Wurden manche Ihrer Bücher verfilmt?
Mats Wahl: Ja. Sechs oder sieben Bücher von mir sind verfilmt worden. „Der Unsichtbare“ sogar zweimal.
Ileni & Alysa: Wie lange brauchen Sie, um Bücher zu schreiben?
Mats Wahl: Rund zwei Jahre lang sammele ich Informationen und Gedanken. Um das Ganze aufzuschreiben, benötigte ich nur zwei Monate.
Ileni Cunningham und Alysa Khouri, Kl. 8C, Marie-Curie-Oberschule, Wilmersdorf

