Wer Heiligabend oder Silvester nicht zu Hause verbringen will, der muss sich sputen, denn: Die schönsten Ziele sind bereits weg. Was nicht weiter verwundert, schließlich haben 27 Prozent der Deutschen vom deutschen Winter bereits die Nase voll, bevor er überhaupt begonnen hat.
Das hat jüngst eine Umfrage des Reiseportals TripAdvisor ergeben. Danach wollen 27 Prozent über Silvester am liebsten möglichst weit weg reisen – dorthin, wo es schön warm ist. 19 Prozent steht der Sinn nach spannenden Metropolen im Ausland, und 16 Prozent verbringen den Jahreswechsel am liebsten beim Winterurlaub in den Bergen.
Wenn auch Sie die Festflucht auf den letzten Drücker planen: Hier sind zehn Tipps, wie das noch gelingen kann.
1. Auf weniger gefragte Ziele setzen
Bessere Chancen hat, wer auf die weniger begehrten Reiseziele dieser Saison baut. Derzeit nicht so hoch in der Urlaubergunst stehen zum Beispiel Tunesien, Ägypten und die Karibik. Beim Skiurlaub muss es ebenfalls nicht immer die Crème de la Crème unter den Skiorten sein: Auch Skigebiete unter 100 Pistenkilometern können Spaß machen. Und wer einige Kilometer Anfahrt in Kauf nimmt, der kann auch in der Nähe eines Nobelskiorts noch fündig werden.
2. Aufs Baden im Meer verzichten
Generell weniger gefragt sind sogenannte Frischwasser-Ziele. So werden in der Branche Urlaubsorte genannt, in denen sich im Winter nur abgehärtete Naturen ins Wasser wagen. Dazu zählen etwa der Golf von Almería, die Costa del Sol , die Balearen, Portugal , Tunesien, Zypern und die Türkei.
3. Geschäftsreiseziel wählen
Grundsätzlich gute Chancen hat man bei Geschäftsreisezielen wie etwa Singapur oder Hongkong , da viele Geschäftsreisende Weihnachten zu Hause feiern. Deshalb stehen gerade über die Feiertage viele Business-Hotels leer und bieten günstige Sonderpreise für Urlauber.
4. Kombinieren, was noch buchbar ist
Ein gutes Reisebüro schneidert den Urlaub nach Maß. Linienfluggesellschaften haben gerade zu den Feiertagen noch Plätze frei (wer verbringt schon gern Heiligabend im Flugzeug?) – und sie versuchen, diese durch Sonderangebote zu verkaufen. Das Hotel kommt aus dem Katalog eines Reiseveranstalters. Wird man dort nicht fündig, kann das Reisebüro nach günstigen Angeboten bei Hotelketten und Hotelreservierungszentralen anfragen.
5. Freie Plätze in speziellen Festtagskatalogen suchen
Pauschalreiseveranstalter wie Ameropa , Dertour , ITS , Neckermann und TUI offerieren in separaten Broschüren spezielle Weihnachts- und Silvesterarrangements. Wer trotzdem nicht mehr zum Zug kommt, sollte sein Glück mit Städtereisekatalogen versuchen. Selbst wenn darin nicht ausdrücklich Silvesterreisen angeboten werden, lässt sich häufig eine Party mit Festbankett und Feuerwerk zum Wunschhotel dazubuchen.
6. Flexibel sein
Die Chance, auf den letzten Drücker noch einen Platz zu erwischen, erhöht sich für Reisende, die beim Abflugort, bei der Reisedauer und beim Abreisetag flexibel sind. Wer beispielsweise eine längere Bahnreise von Hamburg nach München zum Flughafen auf sich nimmt, vielleicht eine Woche länger bleibt und schon vor dem 24. Dezember startet, der findet oft kurzfristig noch ein gutes Urlaubsangebot.
7. Mehrere Buchungsstellen besuchen
Die komplette Palette von Veranstaltern haben nur wenige Reisebüros im Angebot. Daher sollte man mehreren Reisebüros einen Besuch abstatten. Grundsätzlich dabei sein sollten ein TUI-Reisebüro, eine Thomas-Cook-Vertretung und ein Büro, das an keinen Großveranstalter gebunden ist. Auch Reiseportale im Internet wie Expedia.de , Travelchannel.de , Ltur.de und Ab-in-den-urlaub.de sind gute Anlaufstellen.
8. Telefonnummer im Reisebüro hinterlassen
Wer trotz intensiver Suche leer ausgegangen ist, weil alle infrage kommenden Reisen ausgebucht sind, der muss nicht verzweifeln. Oft werden nämlich Reisen an die Veranstalter zurückgegeben. Denn jedes Jahr gibt es ein paar Prozent verhinderte Urlauber, die wegen Krankheit oder dringender Familienangelegenheiten nicht verreisen können. Wichtig ist, dem Reisebüroangestellten die Telefonnummer und die Zeit, zu der man erreichbar ist, zu hinterlassen.
9. In der Zeitung inserieren
Darüber hinaus kann sich ein Inserat im Anzeigenblatt oder im Kleinanzeigenteil der Tageszeitung lohnen. Manchmal ist nämlich ein gerade entzweites Pärchen heilfroh, die bereits gebuchte Reise weitergeben zu können. Und dem Veranstalter oder dem Hotelier ist es schließlich egal, wer auf seinem Silvesterball die Gläser klirren lässt.
10. Pokern
Nützt all das nichts, dann hilft nur noch: Pokern. Trotz des Ansturms auf Reisen über die Feiertage wird es auch dieses Jahr wieder Restplätze geben, die die Reiseveranstalter an Last-Minute-Anbieter wie l'tur weitergeben. An deren Flughafenschaltern wird man auch am 24. Dezember noch fündig.





