Einloggen statt einen trinken gehen – glaubt man einer Umfrage von Sheraton Hotels & Resorts , treten soziale Netzwerke in ihrer Bedeutung für zwischenmenschliche Kontakte auf Reisen zunehmend an die Stelle von Hotelbars. So gaben 64 Prozent von insgesamt 4204 Befragten in den USA, Großbritannien und China an, Social Media für ihre Reiseplanung zu nutzen; bei der Altersgruppe der 25-bis 34-Jährigen liegt diese Zahl mit 76 Prozent sogar noch höher.
Dabei führt weniger das Verlangen, sich mit den Liebsten zu Hause per E-Mail auszutauschen, die Mehrheit der Befragten ins Internet, sondern vor allem die Suche nach Reisegefährten – im weitesten Sinne des Wortes. Dafür spricht, dass 75 Prozent Facebook aufrufen, womit es die am meisten besuchte Seite ist. Zudem räumte fast jeder zweite Befragte ein (45 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen), mithilfe sozialer Netzwerke unterwegs schon einmal ein romantisches Intermezzo vereinbart zu haben.
Warum Reisende dafür zunehmend online gehen, statt den direkten Weg, etwa an die Hotelbar, zu nehmen, wurde zwar nicht gefragt. Aber ein anderes Ergebnis der Sheraton-Studie – die Hotelmarke führt gegenwärtig in ihren Häusern kostenfreie internetfähige Computerstationen ein – könnte eine Antwort liefern: So erklärten nahezu 70 Prozent, im Internet zu lügen, oder anders gesagt: Sie schönen ihr Profil. Was immerhin gesünder ist, als sich sein Gegenüber in der Bar "schön zu trinken".
bes.





