Überlebens-ABC

Dieser Text kann Urlauber-Leben retten

Nilpferdattacken, Flugzeugabstürze, Lawinen – eine Menge unangenehme Ereignisse können den Urlaub ruinieren. Morgenpost Online hat ein Überlebens-ABC für die schönsten Wochen des Jahres zusammengestellt: Von A wie Atomunfall über O wie Organisierte Kriminalität bis Z wie Zyklon.

A wie Atomunfall

Ungefährlich sind Reisen in den Osten immer noch nicht. In Bulgarien etwa kann immer was passieren. Erster Rat bei einem Atomunfall: Bleiben Sie im Haus. Häuser bieten Schutz vor Strahlung. Vorsicht allerdings bei Holzhäusern und Gebäuden, die in Leichtbauweise entstanden sind. Fenster und Türen sollten geschlossen bleiben, zumindest bis die atomare Wolke vorüber gezogen ist. Die Fugen von alten Fenstern und Türen mit breiten Klebestreifen verkleben. Außerdem Kaliumjodidtabletten schlucken und längeren Aufenthalt vor Fensterflächen wegen erhöhter Strahlenbelastung meiden.

B wie Bärenangriff

Erster Rat: Lieber keine Bären treffen. Müll nicht rumliegen lassen, parfümfreie Seifen und Deodorants benutzen. Wenn sie angreifen: nicht wegrennen! Bleiben Sie ruhig und imitieren Sie keine Bärengeräusche. Gehen Sie langsam rückwärts, sprechen Sie laut, bewegen Sie die Arme auf und ab. Blicken Sie dem Bär nicht in die Augen. Gehen Sie in Ihr Auto oder klettern Sie so hoch wie möglich auf einen Baum. Und außerdem: Es ist ein Unterschied, ob etwa ein Grizzly oder ein Schwarzbär angreift. Bei Schwarzbären: Kämpfen Sie! Gebrauchen Sie alles, was Sie besitzen, als Waffe. Bei Grizzlys: Der beste Rat ist "tot" zu spielen. Widerstand spornt die Bären nur zu größerer Aggressivität an. Lassen Sie sich fallen, ziehen Sie die Knie zum Brustkorb hoch und falten Sie die Hände hinter dem Nacken. Und: Beten Sie!

C wie Cholera

Natürlich gibt es die Impfung. Das sollte auch machen, wer die schönsten Wochen des Jahres in einem Cholera-Gebiet verbringen will. Cholera hat unbehandelt eine Sterblichkeitsrate von 60 Prozent. Man kann aber was machen, wenn man sie einmal hat. Diese Lösung empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation intravenös: Glukose (Traubenzucker) 13,5g/l, Natriumbikarbonat 2,5g/l, Natriumchlorid (Kochsalz) 3,6g/l, Kaliumchlorid 1,5g/l. Die optimale Mischung enthält die Lösung "ORS" (Oral Rehydratation Solution), die es als Fertigpulver zu kaufen gibt. Zudem empfiehlt die Einnahme des Antibiotikums Azithromycin. Die Sterblichkeitsrate sinkt damit auf unter 1 Prozent.

D wie Dammbruch

Der Bruch eines Staudamms kommt zwar meist überraschend, aber Vorsicht kann man dennoch an den Tag legen. Nach einem Erdbeben zum Beispiel sollte man sein Hotel unmittelbar unter der Staumauer für eine Weile verlassen. In Ländern, wo Sicherheitsdenken und Standards gering ausgeprägt sind, spricht alles dafür, dort gar nicht erst hinzuziehen.


Kommen die Wassermassen, liegt es auf der Hand, möglichst Höhe zu gewinnen - aber mit Bedacht: Bei Gefahr von Unterspülungen und Bergabbrüchen sich womöglich doch talabwärts orientieren, wenn es das Wasser erlaubt. Mit Unterspülungen muss auch rechnen, wer sich in seinem Haus auf halber Höhe sicher wähnt, nur weil die Flut weiter unten abfließt. Es sind schon ganze Häuser den Hang hinunter gerutscht.

E wie Erdbeben

Erdbeben kommen ohne Vorwarnung. Steht man im flachen Freien, etwa in Savanne oder Wüste, kann nichts passieren, es sei denn, es tut sich eine Erdspalte auf. Die Gefahr beim Erdbeben liegt darin, erschlagen zu werden, etwa in Häusern. Wenn es geht, sofort das Haus verlassen. Ist das unmöglich, stellt sich die Frage: Steht man sicherer unter Türöffnungen? Nur im Falle alter Häuser, die allerdings in einschlägigen Erdbebengebieten noch sehr verbreitet sind. Bei modernen Stahlbetondecken bietet der Türsturz keine erhöhte Sicherheit. Sind stabile Möbel in der Nähe, macht es Sinn, sich darunter zu verkriechen. Arme fest vor die Augen pressen. Hat sich die Erde beruhigt, ist der Alarm noch nicht beendet. Angeschlagene Häuser können auch später noch einstürzen.

F wie Flugzeugabsturz

Die Chancen, einen Absturz zu überleben, stehen gar nicht so schlecht, wenn Sie einige Dinge beachten. Buchen Sie einen Platz, der maximal sieben Reihen von einem Notausgang entfernt ist und zählen Sie beim Einsteigen die Reihen bis zum Notausgang ab. Bei Rauchentwicklung sehen Sie nämlich nicht mal die Hand vor Augen, also auch nicht den Notausgang. Die "sichersten" Sitzplätze sind in der Nähe der Tragflächen, da dort das Flugzeug zusätzlich verstärkt ist. Nehmen Sie vor dem Aufprall immer eine Schutzposition ein, am Besten stecken Sie den Kopf zwischen Ihre Knie, schließen die Augen.

Dabei müssen Sie angeschnallt sein. Beim Abschnallen daran denken, dass Sie nicht in einem Auto sitzen. Viele Menschen sterben festgeschnallt im Flieger, weil sie auf den Gurt-Schließer drücken, statt ihn nach oben zu ziehen. Bei Rauche krabbeln Sie zum Ausgang - giftige Gase steigen nach oben - die Atemluft ist unten. Schwimmwesten dürfen Sie auf keinen Fall im Flugzeug aufblasen.

G wie Gesetze

Informieren Sie sich, bevor sie losfahren über die lokalen Gesetze. In Saudi Arabien dürfen Frauen beispielsweise nicht Auto fahren. In Eureka, Kalifornien, dürfen Männer mit Schnurrbart keine Frau küssen. Lebensgefährlich kann es werden, wenn Sie beispielsweise Drogengesetze missachten. Erst kürzlich wurde ein Deutscher in Thailand zu lebenslanger Haft verurteilt. Er hatte 37 Gramm Rauschgift bei sich, eine Menge, mit der er in Deutschland womöglich auf ein mildes Urteil hätte hoffen dürfen. Statt des Gefängnis kann auch die Todesstrafe verhängt werden.

H wie Haiattacke

Greift ein Hai Sie an, verwirren Sie ihn. Das machen Sie, indem Sie vor allen Dingen Ruhe bewahren. Nehmen Sie eine senkrechte Haltung im Wasser ein, denn solche Formationen gibt es dort in der Regel nicht.

Kommt der Hai dennoch näher, gibt es zwei Methoden ihn wieder auf Abstand zu bringen: Schwimmen Sie auf ihn zu, das ist er nicht gewohnt. Die andere Methode macht sich das empfindliche Seitenlinienorgan zu Nutze. Führen sie Druckwellen mit der flachen Hand aus, so als wollten Sie eine offene Tür zudrücken. Auf jeden Fall gilt es, sich langsam zurück zuziehen in Richtung Schiff – dort aber erst unterhalb des Boots auftauchen.


I wie Insel, einsame


Sie stranden auf einer einsamen Insel. Ohne Wasser. Salzwassertrinken ist nicht empfehlenswert, man trocknet innerlich aus. Wenn Sie noch ein bisschen Süßwasser haben, sollten Sie dies mit Salzwasser strecken. Gut der, der Fische fangen kann. Die kann man nämlich a) essen und b) auslutschen. Die Flüssigkeit in frisch gefangenen Fischen hat einen für Menschen erträglicheren Salzgehalt als Meerwasser. Am besten man hat 2 Kochtöpfe, einen großen, einen kleinen und eine Plastiktüte. Den kleinen Kochtopf stellt man in den großen voller Meerwasser. Ein Feuerchen darunter, die Tüte obendrauf und mit einem Stein beschweren. Das Salzwasser verdunstet, Salz bleibt im großen Topf, Süßwasser läuft in den kleinen. Beim Essen sollte man sich auf seinen Geschmack verlassen: Was gut schmeckt, ist auch meistens gut.

J wie "Ja, gerne!"

Besser wäre: Nein, Danke. Nicht alles, was Einheimische Ihnen anbieten ist auch immer gut für Sie. Selbstgebrannter Schnaps zum Beispiel kann Methylalkohol enthalten und zur Erblindung führen. In Nicaragua)kam es 2006 zu über 800 Vergiftungen. 48 Menschen starben, nachdem sie einen Drink zu sich genommen hatten, der unter dem Namen "Guaro" verkauft worden war. In Nairobi gab es einige Jahre zuvor 140 Todesfälle und mehr als 400 Erblindungen nach "Chang'aa" - einem hochprozentigen Schnaps. Und auch Beischlaf ohne Kondom sollten Sie lieber ablehnen. Es gibt da so eine Krankheit namens HIV.

K wie Krieg

Wenn im Urlaubsland ein Bürgerkrieg ausbricht – und das passiert ja häufiger als man denkt, wenden Sie sich sofort an die deutsche Botschaft oder ein Konsulat. Falls Deutschland keine diplomatische Vertretung in dem Land hat, können Sie sich an die Vertretung eines anderen EU-Landes wenden. Radio hören! Die Auslandsvertretungen versuchen gefährdete deutsche Staatsangehörige per Kurzwellenfunk über die Deutsche Welle zu erreichen. Bei einer eventuellen Evakuierung von Deutschen hat die Rettung der Gefährdeten oberste Priorität. Allerdings sollten Sie vorsichtig sein: Die Kosten werden später zurückgefordert.

L wie Lawinen

Die Überlebenswahrscheinlichkeit bei Lawinenverschüttung ist innerhalb der ersten 15 Minuten relativ hoch (ca. 90 Prozent). Nach einer Stunde allerdings liegt sie nur noch bei 30 Prozent. Deshalb heißt es bei Lawinen: Schnell muss man sein. Es gibt Lawinenseminare, in denen man lernt, Verschüttete zu finden. Also lassen sie die, mit denen sie unterwegs sind, ein Lawinenseminar besuchen. Sie selbst können die Gefahr auch besser einschätzen, wenn sie viel über Lawinen wissen. Empfehlenswert deshalb: Ein Notfallset, zu dessen Inhalt ein Peilsender gehört. Die richtige Ausrüstung kann Leben retten: Lawinenschaufel, Lawinensonde, Erste-Hilfe-Set, Biwaksack.

M wie Mine

Wer sich im verminten Gebiet aufhält, ist besser nicht alleine unterwegs. Die meisten Minenopfer sterben nämlich durch Verbluten, nicht durch die Explosion. Grundsätzlich gilt: Wo Asphalt ist, sind keine Minen. Vorsicht bei ungemähten, unbeweideten Wiesen. Kommt man mit Anwohnern ins Gespräch, fragt man sie am besten nach Minengebieten. Zudem gibt es sogenannte Minenkarten, auf die man sich zwar nicht verlassen kann, die aber dennoch hilfreich sind. Beim Wanderurlaub durch bosnische Mienengebiete etwa kann man Kopien bei den SFOR-Soldaten bekommen. Oder fragen Sie einfach Ihren örtlichen Truppenkommandeur.

N wie Nilpferdattacke

Nilpferdangriffe sind eine der am meisten unterschätzten Gefahren in Afrikas Natur. Unter den Wildtieren des Kontinents sind sie es, die mit Abstand am meisten Menschen töten, pro Jahr im Schnitt 200, auch Bisse sind tödlich. Sie dulden niemand in ihrem Revier an Land und auf dem See. Abstand halten ist besonders dann ratsam, wenn die Muttertiere ihre Kleinen aufziehen, wenn sie in Gruppen zusammenstehen oder schwimmen, und wenn sie ihr Maul weit aufreißen. An Land heißt es: Weglaufen und hoch auf einen Baum klettern. Und dort zur Sicherheit auch dann noch ausharren, wenn sie weitergezogen sind

O wie Organisierte Kriminalität

Grundsätzlich gilt: Mafiosi gibt es überall. Russland, USA, Polen, Japan, China und natürlich Italien. Grundsätzlich gilt: Vermeidet man einschlägige Lokalitäten wie Bordelle, illegale Spielhöllen, Plätze an denen Drogen gehandelt werden, trifft man selten auf sie. Grundsätzlich gilt auch: Höflich sein! Es ist halt immer riskant, der Frau eines anderen hinterherzusteigen oder jemanden zu beleidigen. In Sizilien kann es unter Umständen lebensgefährlich sein. Und: Keine Pakete auf dem Flughafen annehmen.

P wie Parasiten

Etwa 75 Prozent aller Lebewesen sind Parasiten. Es sind bis zu drei Meter lange Würmer, die sich durch die Eingeweide fressen und am Ende platzen oder mikroskopisch kleine Lebewesen. Unmöglich, sich vor all dem zu schützen. Grundsätzlich: Vorsicht bei nicht abgekochtem Wasser, rohem Fleisch und - ganz gefährlich - Toiletten. Speziell soll hier auf einen Einzeller aus der Gruppe der Trypanosomen eingegangen werden, der die Schlafkrankheit verursacht, Geißel der Menschheit, von der mehr als 500.000 Menschen betroffen sind. Endstadium: Dämmerzustand und dann der Tod. Eine Impfung gibt es nicht, die Krankheit ist nur mit schlimmen Nebenwirkungen auf der Intensivstation zu behandeln. Touristen im tropischen Afrika sollten sich deshalb immer mit Moskitonetzen und langärmeliger Kleidung schützen. Tragen Sie außerdem helle Kleidung, da die Tsetsefliege besonders von blau und schwarz angezogen wird.

Q wie Quallen

Zunächst mal: Bleiben Sie ruhig. Die meisten Quallenarten sind absolut ungefährlich und haben darüber hinaus sehr putzige Namen, wie zum Beispiel die Wurzelmund- und die Ohrenqualle. Andere sind gefährlich, etwa die Portugiesische Galeere oder die Kompassqualle. Die betroffenen Stellen dürfen auf keinen Fall mit Süßwasser oder Alkohol abgewaschen werden.

Verwenden sie Meerwasser oder Essigwasser. Anschließend die Haut mit trockenem Sand bedecken und vorsichtig mit einem Spatel (z.B. der Kreditkarte) abstreichen um Tentakelreste zu entfernen. Bei Feuerquallen hilft Rasierschaum: vorsichtig aufstreichen, eintrocknen lassen, dann abstreifen. Nicht zu stark drücken, sonst platzen die restlichen Nesselzellen.


R wie Ruhe


Wenn Sie am Strand plötzlich müde werden, dann legen sie sich auf keinen Fall unter eine Kokosnusspalme. Sollte eine Nuss plötzlich runterfallen (was oft passiert) und Ihren Kopf treffen (was nicht ausgeschlossen ist), ist das in jedem Fall tödlich. Jährlich sterben mehr Surfer durch herabfallende Kokosnüsse, als durch Haie.

S Schlangenbiss

Mit Schlangenbissen ist nicht zu spaßen, aber man kann sich schützen. Tragen Sie kräftige Schuhe und lange Hosen. Drehen Sie keine Steine oder Äste um. Vermeiden Sie unübersichtliche Stellen. Untersuchen Sie vorsichtig ihren eigenen Schlaf- oder Rastplatz vor der Benutzung. Versuchen Sie nie, Schlangen zu fangen! Falls Sie doch gebissen werden: Ruhig bleiben, das gebissene Körperteil möglichst ruhig lagern. Säubern Sie die Wunde nur oberflächlich und decken Sie sie ab. Kein Reiben oder Drücken! Auf keinen Fall dürfen sie in John Wayne-Manier die gebissene Stelle abbinden, aufschneiden oder aussaugen! Und hantieren Sie nicht mit irgendwelchem Antiserum herum.

T wie Tsunami

Die wichtigste Maßnahme bei Herannahen eines Tsunamis ist die Flucht - und zwar unverzüglich. Sie wundern sich, weil das Wasser auf einmal wie bei einer Ebbe vom ins Meer zu fließen scheint? Sie sehen eine 40 Meter hohe Wasserwand in weiter Ferne mit einer Gischtkrone? Glotzen Sie nicht fasziniert, sondern rennen Sie, so schnell sie können! Je höher der Fluchtort gelegen ist, desto besser. Auf dem Meer sollte bleiben, wer mit dem Boot unterwegs ist. Da ein Tsunami schneller ist, als ein Mensch rennen kann, kann es mitunter erfolgreicher sein, sich auf eine Palme zu retten.

U wie Untergang, Schiff

Ein altes englischen Sprichwort lautet: Verlasse nie das Schiff, bevor es dich nicht verlässt. Der Mensch ist kein Fisch und deshalb droht im Wasser der Tod. Eine Kabine in der Nähe der Rettungsboote ist natürlich von Vorteil. Wenn man dann irgendwann doch ins Wasser muss: Warm anziehen! Dicke Pullover, Jacke, darüber am besten zusätzlich Ölzeug anziehen und alle Öffnungen dicht binden. Gummistiefel mit warmen Socken anbehalten! Dann das Anlegen der Rettungsweste nicht vergessen. Vor dem Verlassen des Schiffes sollte noch reichlich warme, süße Flüssigkeit getrunken werden. Wenn genügend Zeit bleibt, sollten folgende Gegenstände in das Rettungsboot mitgenommen werden: Decken, Getränke, Lebensmittel, Sprechfunkgerät, Seenotmittel, Taschenlampe, Taschenmesser, Tauwerk, Fernglas, Verbandskasten und Radio.

V wie verschlucken

Es kommt ein bisschen darauf an, was genau im Hals steckt. Ist die Luftröhre nicht komplett verstopft, sollten Sie sich nach vorne beugen, oder sich bäuchlings auf einen Stuhl legen, so dass die Luftröhre eine schiefe Ebene bildet. Jemand sollte Ihnen dann mit der flachen Hand zwischen die Schulterblätter schlagen, damit der Fremdkörper gelockert werden kann. Rückenschläge bei aufrechtem Oberkörper sollten sie vermeiden, weil der Fremdkörper dadurch eher tiefer in die Luftröhre rutschen kann. Wenn die Atemwege komplett verschlossen sind, könnte Ihnen das sogenannte Heimlich-Manöver helfen. Die Arme des Helfers umfassen dabei von hinten Ihren Bauch. Der Helfer bildet mit einer Hand eine Faust und legt sie unterhalb der Rippen und des Brustbeins. Mit der anderen Hand greift er die Faust und zieht sie dann ruckartig kräftig und gerade zu seinem Körper hin. Durch die Druckerhöhung in der Lunge soll der Fremdkörper nach oben gedrückt werden. Achtung, gefährlich! Das Heimlich-Manöver kann einen Menschen schwer verletzen. Danach unbedingt einen Arzt aufsuchen.



W wie Weltuntergang


Das ist guter Rat wirklich teuer. Beten?


X wie XY ungelöst (Entführung)

So merkwürdig sich das anhören mag: Wehren Sie sich nicht. Sie haben erst einmal sowieso keine Chance. Verhalten Sie sich ruhig, sprechen Sie nur, wenn der Täter das Gespräch beginnt, reagieren Sie neutral. Eine Fluchtmöglichkeit sollte nur genutzt werden, wenn sie mit großer Wahrscheinlichkeit gelingt, da ansonsten mit Vergeltungsmassnahmen zu rechnen ist. Die Verhandlungen übernehmen in der Regel nicht Sie, sondern Ihre Angehörigen. Sie finden ihren Entführer ganz süß, eigentlich kann er ja gar nichts dafür, seine Mutter war ja auch immer gemein zu ihm? Vorsicht, Sie leiden unter dem Stockholm-Syndrom. Und können nun auch sich selbst nicht mehr trauen.

Z wie Zyklon

Bei den ersten Hinweisen heißt es: Im Garten und am Haus draußen alles Bewegliche sichern, die Fenster mit Bretten vernageln. Stets für einen vollen Autotank sorgen, falls die Vorhersagen schlimm ausfallen und womöglich das Haus - etwa im Falle einer leichten Holzkonstruktion - selbst in Gefahr ist. Küstenbewohnern ist in so einem Fall anzuraten, höhere Orte aufzusuchen. Das Handy sollte aufgeladen, wichtige Dokumenten rechtzeitig wasserdicht verpackt sein. Regelmäßig Radio hören.

Rückt der Sturm näher, den Haupthahn für Gas abdrehen. Hat der Sturm gewütet und sich wieder beruhigt, nicht gleich wieder vor das Haus treten, es könnte lediglich das ruhige Auge des Zyklons sein - und das Inferno in Windeseile wieder von neuem anfangen. Aussteiger auf kleinen, flachen Inseln im Pazifik - eine bevorzugte Region für Zyklone – sollten sich nicht scheuen, sich, wenn es los geht, mit festem Tauwerk an Palmen zu binden, damit sie nicht in den Ozean gerissen werden.