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So wird aus der Onlinebuchung ein schöner Urlaub

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Etwa 40 Prozent der Urlaubsreisebuchungen werden in Deutschland im Reisebüro getätigt, 20 Prozent werden im Internet abgewickelt. Und der Trend geht weg vom klassischen Reisebüro an der Ecke hin zur Onlinebuchung am heimischen PC hält an. Worauf User achten sollten.

Die Reiselust der Deutschen ist im vergangenen Jahr durch die Wirtschaftskrise etwas getrübt worden. Die Branche hofft dieses Jahr auf Erholung. Wer nicht ins Reisebüro möchte, kann seinen Urlaub im Netz buchen – Verbraucher sollten dabei aber einige Vorsichtsregeln beachten.

TRANSPARENZ: Seriöse Anbieter geben sich klar zu erkennen. Sie haben ein leicht zu findendes Impressum mit kompletter Anschrift und dem Namen des Geschäftsführers oder Inhabers. Auch eine preiswerte Service-Telefonnummer und klare Geschäftsbedingungen sprechen für den Verkäufer. Zudem sollten die Garantie- und Geschäftsbedingungen klar erkennbar sein. Hat ein ausländischer Anbieter keine Niederlassung in Deutschland, ist es für deutsche Kunden erfahrungsgemäß schwieriger, ihre Rechte durchzusetzen.

SIEGEL : Viele Online-Reiseanbieter werden von unabhängigen Experten geprüft und mit Zertifikaten oder Siegeln ausgezeichnet. Dazu gehören das System „Geprüfter Online-Shop EHI“, „S@fer-Shopping“ vom TÜV Süd und „Trusted Shops“. Die Vielzahl von Siegeln ist allerdings verwirrend, teils wird auch nur wenig geprüft. Seriöse Anbieter sind in der Regel zudem Mitglied im Deutschen Tourismusverband (DTV).

SICHER BEZAHLEN : Bank- und Kreditkartendaten müssen über eine sichere Internetverbindung übertragen werden. Die ist erkennbar an der Zeichenfolge „https://“ in der Adresszeile und einem Schloss-Symbol, das der Browser anzeigt. Am sichersten ist, wenn möglich, die Zahlung per Rechnung.

ERFAHRUNGSAUSTAUSCH : Auf vielen Einkaufs- und Preisvergleichsseiten können Kunden die Anbieter bewerten. Gerade für Hotels und andere Unterkünfte gibt es auch spezielle Bewertungsseiten. Die Meinungen bieten keine absolute Sicherheit, helfen aber bei der Orientierung.

PREISVERGLEICH: Viele Reiseanbieter vermitteln letztlich die gleichen Flüge und Unterkünfte. Unterschiede liegen dann, wenn überhaupt, nur in Details – und manchmal im Preis. Das können Kunden auf Internetseiten wie Expedia oder Opodo vergleichen, die wiederum mehrere Anbieter vermitteln. Wer sich dort für eine Urlaubsreise entscheidet, kann dann auch noch einmal den Preis beim Anbieter selbst überprüfen.

WIDERRUFSRECHT : Bei Onlinebuchungen von Hotels und Flügen gibt es kein Widerrufsrecht – in der Regel wird der Betrag sofort vom Konto oder der Kreditkarte eingezogen. Internetvermittler haften zudem nicht für die Angaben zu den Hotels. Es lohnt sich daher, die Internetseiten der Hotels genau zu studieren, die Lage kann vor der Reservierung mit Internetdiensten wie Google Maps oder Bing Maps überprüft werden. Die gleichen Vorsichtsmaßnahmen gelten für Ferienhaus oder Ferienwohnung.

DOKUMENTATION : Die Buchung selbst und alle Angaben zu Extrakosten sollten Verbraucher ausdrucken, da sich Angebote auch schnell ändern können. Wer Fragen oder Sonderwünsche hat, wie „Zimmer mit Blick aufs Meer“ oder Kinderbett, sollte diese direkt ans Hotel richten – und zwar per E-Mail, um eine schriftliche Antwort zu bekommen.

REKLAMATIONEN : Kommen Kunden mit Reklamationen bei den Unternehmen nicht weiter, empfiehlt es sich als erstes, Kontakt zu einer auf Reisen spezialisierten Schiedsstelle aufzunehmen. Für Flüge und Bahnfahrten können sich Verbraucher an die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr wenden. Bei grenzüberschreitenden Konflikten können unter Umständen auch die Juristen der Beratungsstelle Euro-Info-Verbraucher in Kehl helfen.

( AFP/heg )