Freitag

15 Uhr Eine Stadttour beginnt meistens an der Riva, jener lang gestreckten Promenade entlang der Hafenbucht mit dem für Deutsche unaussprechlichen Namen „Obala hrvatskog narodnog preporoda“. Hier treiben die Fremdenführer ihre Schäfchen zusammen, um gleich darauf mit ihnen in die verlockend kühlen Kellergewölbe von Splits größter Attraktion einzutauchen. Hier stehen die Palmen wie Wachsoldaten vor der südlichen Umfassungsmauer des legendären Diokletianpalastes, der eine grandiose Kulisse für die Flaniermeile abgibt.

Eine Armada an Tischen und Stühlen steht davor im Schatten der Sonnensegel, das Meer direkt vis-à-vis. Nehmen Sie Platz und genießen Sie, dass man hier noch bis weit in den Oktober hinein draußen sitzen kann.

16 Uhr Wie wäre es mit einem aussichtsreichen Spaziergang? Auf geht es entlang der Riva, den Palast im Rücken, begleitet vom Saum des Wassers. An der Taverne „Buffet Fife“ in der Trumbiceva obala 11 bringen einen dann Straße und Treppenweg hoch zum Berg Marjan. Und über 200 Stufen später werden Sie mit einem Top-Blick für die Mühen des Aufstiegs belohnt: auf die palmengesäumte Riva und das pittoreske rote Dächermeer der Altstadt, eingerahmt von einer Skyline aus sozialistischen Tagen. Wer will, kann weitermarschieren in den Parkwald mit seinen vielen Kirchlein oder in der Bar „Vidilica“ am Aussichtspunkt einfach eine zweite Siesta machen.

19 Uhr Besagtes „Fife“ unten an der Matejuška, dem kleinen Dock, ist der kulinarische Geheimtipp für diesen Abend. Man sitzt Seite an Seite mit den einheimischen Fischern und genießt eine einfache und traditionelle Küche. Haben Sie einen Tisch ergattert, dann probieren Sie doch mal Pašticada, in Wein gegartes Rindfleisch, oder Fažol, den Bohneneintopf. Toll!

Samstag

10 Uhr Heute steht ein Unesco-geadeltes Welterbe auf dem Programm: die Altstadt. Starten Sie am Westzipfel der Hafenpromenade, an dem weiten Platz namens Trg Republike, den ein pompöser Neorenaissance-Palast umarmt. Auf dem nahen Fischmarkt liefern sich Käufer und Verkäufer, über Massen von Meeresgetier gebeugt, ein lärmendes Gefecht. Für den Appetit, der noch kommt, kann man sich gleich nebenan das Restaurant „Noštromo“ merken, das den besten Fisch der Stadt auftischt.

Immer tiefer zieht Splits mittelalterlicher Teil Sie in ein Gewirr enger Gassen mit hochbetagten Häusern, an denen sich vollgehängte Wäscheleinen von Fenster zu Fenster spannen. Geschäfte bewerben alles Mögliche in ihren Auslagen – zwischen Kitsch und Kunst. Eine gute Adresse ist die Maruliceva 1, wo in dem Lädchen „Uje“ dalmatinische Spezialitäten die Regale füllen. Und obwohl Sie doch eigentlich gar nichts kaufen wollten, stehen Sie schließlich eingedeckt mit Lavendelseife und Feigenmarmelade, Olivenöl und Wein wieder auf dem angrenzenden Narodni Trg . Setzen Sie sich Aug in Aug mit dem gotischen Rathaus auf diesen herrlichen Platz, am besten vor das Restaurant „Central“, und lassen Sie sich den berühmten Schinken der Region schmecken.

14 Uhr Nur ein paar Schritte, und die Porta Ferrea, das Eisentor, führt in den Palast des Kaisers Diokletian. Als Altersruhesitz um 300 n. Chr. errichtet, war hinter den 180 mal 215 Meter langen Mauern viel Platz für Diener, Soldaten und die Gemächer des römischen Monarchen. Im Originalzustand präsentiert sich das Quartier indes nicht, im Laufe der Jahrhunderte haben diejenigen, die sich hier häuslich einrichteten, ungeniert um-, an- und neu gebaut. Eine Stadt entstand im Palast – wo gibt es das sonst! Heute schlendern Touristen durch ein lebhaftes Häuserlabyrinth, das mit den Resten der Antike gespickt ist. Sie betreten des Kaisers Esszimmer, aus dessen Ruinen der Löwenzahn sprießt, und wohnen vielleicht sogar in einem der netten Hotels im Palast, etwa im „Peristil“. Sie sitzen am Hauptplatz, wo Diokletian einst Hof hielt, auf den Stufen des Cafés „Luxor“, Kissen unterm Po und Kaffeetasse in der Hand.

18 Uhr Wer im preisgekrönten „Le Méridien Lav“ logiert, denkt jetzt an die Rückfahrt ins wenige Kilometer entfernte Podstrana. Ein abendlicher Abstecher zu dem edlen Fünfsternehotel lohnt sich aber auch für Nicht-Gäste: Auf der Terrasse stimmt man sich Cocktail schlürfend auf den Rest des Tages ein, den romantischen Sonnenuntergang gibt’s frei Haus. Hunger? Machen Sie’s wie viele Spliter, und kehren Sie im angeschlossenen Restaurant „Pivnica“ ein. Die offene Küche serviert im rustikalen Rahmen neben Pizza und Pasta Tintenfischsalat oder Dorade vom Grill – freitags und samstags bei Livemusik, manchmal spielt auch eine Gruppe Einheimischer zu Gitarre und Mandoline.

22 Uhr Der Ausflug ins Nachtleben kann an Ort und Stelle im „InMotion Club“ beginnen – für 25- bis 40-Jährige die unangefochtene Nummer eins in Split. Hier können Sie zur Musik der 70er, 80er und 90er bis in den Morgen tanzen.

Sonntag

9 Uhr Lust auf Meer? Packen Sie die Badehose ein! Immerhin zählt die dalmatinische Küste zu den schönsten Gestaden des Mittelmeeres. Um den grünen Buckel des Bergs Marjan verteilen sich mehrere Strände, während auf der anderen Seite des Hafens das Viertel Bacvice die erste Möglichkeit bietet, ein Badelaken auszubreiten. Im Blick das Kommen und Gehen der Fähren, die zwischen Split und den Eilanden pendeln. Šolta, Hvar, Brac und Vis liegen fast vor der Haustür.

11 Uhr Zu guter Letzt hören Sie auf, wo Sie begonnen haben: auf der Riva. An ihrem östlichen Ende finden Sie eine unscheinbare Gelateria – der beste Ort, um Ihre letzten Kuna auszugeben. Großartig sind die hausgemachten Strudelvarianten, aber auch die vielen Eissorten. Setzen Sie sich auf eine der Bänke gegenüber der Eisdiele, Lavendelduft in der Nase, und denken besser gar nicht darüber nach, was Sie alles nicht gesehen haben. Wollten Sie nicht ins Museum? Und ein Stück die Küste runter? Und dann die Inseln! Herrje! Aber dafür gibt es ja ein nächstes Mal.

Anreise :
Mit Croatia Airlines oder Germanwings von vielen deutschen Flughäfen nach Split.

Unterkunft :
„Le Méridien Lav, Split“, Fünfsternehotel mit Wellness und eigenem Strand in Podstrana, Doppelzimmer ab 85 Euro, Telefon 00385/21/50 05 00, www.lemeridien.com/split
„Hotel Peristil“, zentral gelegenes Haus mit zwölf Zimmern neben dem Silbertor im Diokletianpalast, Doppelzimmer ab 120 Euro, Telefon 00385/21/32 90 70, www.hotelperistil.com

Auskunft:
Kroatische Zentrale für Tourismus, Frankfurt, Telefon 069/238 53 50
www.kroatien.hr
www.visitsplit.com

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Video vom südlichen Ende Kroatiens: