Arabella Golf Resort

Mallorca lockt jetzt mit "All you can golf"

Mit mehr als 20 Plätzen ist Mallorca ein Top-Ziel für Golfer. Im Golfhotel ArabellaSheraton stellt man sich jetzt vollends auf Gäste in Karohosen ein und bietet "Golf satt" auf 63 Löchern. Morgenpost Online und das GOLFmagazin geben zudem 25 Tipps und fünf Empfehlungen: die Plätze, die Sie spielen müssen.

Dass auf einer Golfclub-Terrasse Männer mit freiem Oberkörper beim Mittagessen sitzen, darf man getrost unter der Rubrik „ungewöhnlich“ abhaken. Andererseits, was ist auf Mallorca schon gewöhnlich?

Das Clubhaus der Golfanlage Son Quint gleich außerhalb von Palma, ist ganz sicher einzigartig auf der Insel. Es gleicht eher einem Café del Mar für Golfer, wenn auch ohne Meerblick. King Kamehameha ist der Betreiber dieser Erholungsstätte für diejenigen, die gerade 18 Abschläge, 18 Fairways und 18 Löcher hinter sich gebracht haben.

Die Männer mit dem freien Oberkörper hatten sich gleich nach der Golfrunde im Pool des King Kamehameha erfrischt, kurz abgetrocknet und sich dann über Avocadosalat, gegrillte Garnelen und stilechte Clubsandwiches hergemacht. Ein Pitcher Bier noch auf den Tisch – so kann Golf nämlich auch sein.

Das Clubhaus von San Quint, als einziges der Insel verfügt es über einen Swimmingpool, ist mit seinem lässigen Ambiente außen (Pool, Cabanas, Loungeliegen) und dem sphärischen Chill-out-Sound im Innenbereich des sehr „contemporary“ designten Restaurants nun wirklich alles andere als altbacken oder gar spießig. Mit seiner Nähe zu Mallorcas Hauptstadt Palma sollte es abends auch Nicht-Golfer auf einen Drink oder ein überraschendes Dinner auf dem Holzdeck am Pool mit Fackellicht ansprechen.

Das loungige Clubhaus ist ein Sinnbild für die so oft zitierte, im Grunde fabelhafte Vielfältigkeit dieser eigentlich gar nicht so ungewöhnlichen Mittelmeerinsel. Entwicklungen hin zu derartigen Golfplatz-Konzepten zeigen in wohltuender Weise das gesamte Spektrum auf und führen letztlich zu einer weiteren Demokratisierung dieses faszinierenden Sports.

So wie sich Mallorca über Jahrzehnte enorm entwickelt und verändert hat, ist auch das Golfangebot auf dem Eiland förmlich explodiert. Mehr als 20 Plätze gibt es jetzt, und im Grunde wundert man sich, wie man auf diesem Boden, der bereits wenige Zentimeter unter der Oberfläche von Steinen durchsetzt ist, überhaupt auch nur einen Golfplatz anlegen kann. Aber man kann.

Und ein paar wenige werden wohl noch folgen. In jüngerer Zeit sind sogar ein paar echte Leckerbissen dazugekommen, auf Son Gual oder Alcanada mag wohl niemand mehr verzichten, wer dort mal 18 Löcher gespielt hat. Die neuesten neun Spielbahnen sind da, wenn auch auf ganz andere Weise, ein echter Gewinn: Sie messen zwar insgesamt nur 638 Meter Länge und sollten auch mit 27 Schlägen absolviert werden können. Doch dieser Par-3-Kurzplatz, offiziell heißt er „ Executive Course Son Quint “, liegt eben nur wenige Minuten außerhalb der Altstadt von Palma, ist günstig (9 Löcher ab 13 Euro, 18 Löcher ab 18 Euro) und damit ideal für die schnelle Runde zwischendurch. Egal, ob nun für das golferische Greenhorn oder Tiger-Woods-Wannabes.

Wer konnte sich in den 60er-Jahren schon vorstellen, wie sich der Tourismus auf Mallorca entwickeln würde? Geschweige denn, was für eine magnetische Wirkung die Insel irgendwann mal auf Golfer haben könnte?

1964 entstand der erste Platz. Oben in Son Vida, einem noblen Villenvorort von Palma. Der alte Son-Vida-Kurs führte um das Castillo Son Vida (ein Adelssitz aus dem 13. Jahrhundert), das seit Sommer 1961 bereits ein luxuriöses Schlosshotel war, in dem illustre Gäste wie Aristotels Onassis, Maria Callas, Fürstin Gracia Patricia oder die spanische Königsfamilie verweilten. Als Castillo Hotel Son Vida wurde es nach einjähriger, 27 Millionen Euro teuren Renovierung im Februar 2006 wiedereröffnet.

Den Golfplatz hat man 2001 mit einem Re-Design des deutschen Golfplatzarchitekten Kurt Rossknecht auf Vordermann gebracht, und die letzte, 18. Spielbahn des Son-Vida-Platzes endet nach 470 Metern an einem künstlichen Wasserhindernis direkt vor der Frühstücksterrasse des ArabellaSheraton Golf Hotel Son Vida.

Das "Arabella" war bei seiner Eröffnung 1992 mit dem Fokus auf Golfer das erste Haus seiner Art und ist für Golfer, die viel spielen wollen, ohne längere Anfahrten in Kauf nehmen zu müssen, nach wie vor erste Wahl. Denn zum Angebot zählen gleich drei (völlig unterschiedliche) 18-Loch-Plätze sowie der Executive Course unweit des King Kamehameha.

Man muss kein Hardcore-Golfer sein, um hier glücklich zu werden, man muss eigentlich gar kein Golfer sein. Doch das "Arabella" ist - ab 1. November mehr denn je – ganz auf Golfer eingestellt. So ist „Golf unlimited“ die neueste Parole. Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Golf satt, von kostenlosen Übungsbällen auf der Driving Range bis hin zu beliebig vielen 18-Löcher-Runden auf den resorteigenen Plätzen Son Vida, Son Quint und Son Muntaner. Oder eben „Golf satt“ auf dem neuen Kurzplatz. In der Übernachtungsrate ab 145 Euro (mit Frühstück; pro Person bei Doppelzimmerbelegung) ist auch der Hotel-Shuttle enthalten.

„All you can golf“, wieder mal was Neues auf der Lieblingsinsel der Deutschen.

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Die Top-5-Empfehlungen

Wenn Sie in Ihrem Urlaub nur 5 Plätze spielen können,
sollten Sie sich unbedingt folgende fünf Plätze gönnen
(zusammengestellt vom GOLFmagazin und Morgenpost Online):

Club de Golf Alcanada – starke Bahnen mit schnellen Grüns & einem faszinierenden Ausblick: Inselfeeling pur!
Son Gual Golf – Sportlich herausfordernd besticht die Anlage mit handgemähten Pen A-1-Grüns und einem gewaltigen Layout aus der Feder von Thomas Himmel.
Capdepera Golf – Der Parcours schmiegt sich in die typisch mallorquinische Landschaft inmitten von Olivenplantagen und Mandelbäume. Nach der Runde unbedingt die Atmosphäre auf der Clubhausterrasse genießen.
Son Vida Golf – Der älteste Parcours der Insel – oberhalb Palmas – trumpft nach dem Redesign von Architekt Kurt Rossknecht 2001 mit spielerischer Raffinesse.
Golf de Andratx – Nach der Runde über die schmalen, verwinkelten Bahnen sollte man im Clubhaus-Restaurant „Campino" einkehren – beste Pasta der Insel & ein hoher Promifaktor.