Die Region Westmecklenburg erreichte ein Plus von fast 40 Prozent auf 198.000 Übernachtungen. Und auch landesweit bleibt die Tourismusbranche auf Wachstumskurs. Dem Statistischen Amt zufolge gab es in der ersten Jahreshälfte mit 10,9 Millionen 3,1 Prozent mehr Übernachtungen als im Vorjahreszeitraum. Die Anzahl der Gästeankünfte stieg um 4,4 Prozent.
Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) sagte, der positive Trend zeige, dass sich die Investitionen in die touristische Infrastruktur gelohnt hätten. Mecklenburg-Vorpommern werde bei Urlaubern immer beliebter, was nicht nur an den natürlichen Gegebenheiten, sondern auch an der Qualität der Hotels, Pensionen und Campingplätze und am kulturellen und sportlichen Angebot liege.
„Der Tourismus trotzt im Urlaubsland der Wirtschaftskrise“, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU). Fast alle Regionen hätten von Januar bis Juni Steigerungsraten erzielt, allen voran Westmecklenburg mit 15,1 Prozent. Nur die Region Rügen/Hiddensee registrierte einen Rückgang der Übernachtungen um 1,5 Prozent. Seidel führte das auf den langen Winter zurück.
Rückläufig war im ersten Halbjahr nach Angaben des Ministers die Zahl der ausländischen Gäste im Land. Beispielsweise seien weniger Urlauber aus Schweden und Dänemark gekommen. Seidel kündigte vor diesem Hintergrund stärkere Marketingaktivitäten an.
Die Hotels, Hotels garnis, Pensionen und Gasthöfe registrierten im Juni insgesamt 1,4 Millionen Übernachtungen, was einem Zuwachs von neun Prozent entspricht. Das sonstige Beherbergungsgewerbe, darunter Jugendherbergen, Heime, Ferienzentren, Ferienhäuser und -wohnungen, kam auf ein Plus von fast elf Prozent. Es verzeichnete insgesamt 1,6 Millionen Übernachtungen. Davon verbuchten die Campingplätze 501 000. Sie erzielten damit eine Steigerung von 14,4 Prozent.
Mecklenburg-Vorpommern hatte 2008 eine touristische Rekordmarke erreicht. Mit 27,5 Millionen Übernachtungen kam das Land auf das beste Ergebnis seit 1991.
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