Wer seinen Alpenurlaub geschickt organisiert, spart sich den täglichen Nervenkrieg. Am besten gelingt das mit einer ausgewogenen Kombination aus Abschalten und Abenteuer: Mal können die Eltern abschalten, weil andere sich um die Kinder kümmern - mal erleben alle gemeinsam abenteuerliche Abfahrten, die Groß und Klein gleichsam fesseln.

Ins Igludorf auf der Kinderalm

Am besten sorgt man erst mal für Entspannung. Wenn die Kinder morgens in die Skischule gehen, können die Eltern sich auf den Pisten für Fortgeschrittene austoben. Und am Nachmittag übernimmt das Hotelpersonal den Nachwuchs oder übergibt die Kleinen an geschulte Winterkindergärtnerinnen.

Hier gehört die Tiroler Alpengemeinde Serfaus zu den Vorreitern ( www.serfaus-fiss-ladis.at/winter/familie ). Die Angebote reichen von Halb- über Ganztagsaufsicht bis zur Abendbetreuung. Kinder von null bis fünf Jahren übernimmt die "Murmlikrippe". Die Kinderschneealm lockt mit Skikursen "ab drei Jahren", Europas erster Kinderseilbahn, einem Igludorf und Kinderrestaurant.

Aber auch in der benachbarten Bludenzer Region kann es für die Eltern schon mal heißen: "Wir müssen draußen bleiben" (www.alpenregion.at/familien). Sie schlafen sich dann vielleicht aus, um sich von der romantischen Sause der vergangenen Nacht zu erholen.

Schlittenfahrt bei Vollmond

Wenn der Vollmond über den Gipfeln erscheint, braust in Bruneck ein Schlitten aus dem "Majestic Hotel" hinaus in die Nacht. Hier in Südtirol, gut zwei Autostunden östlich von Serfaus, geht es dann ganz feierlich bei Fackelschein durch den Schnee zum Aussichtspunkt am "Berggasthof Haidenberg". Nach einem Blick über den Südtiroler Kronplatz und das nächtliche Bruneck geht es über die mondbeschienene Piste zurück ins Tal ( www.hotel-majestic.it , www.bruneck.it ).

Riesenspaß beim Reifenrodeln

Wer lieber mit den Kindern rodelt, sollte es einmal mit Autoreifen probieren. Dieser unkontrollierte Geschwindigkeitsrausch wird Ihren Kleinen die Sprache verschlagen. Wer vorsichtig testen möchte, bei welcher Geschwindigkeit das Kinder-Juchzen in ängstliches Wimmern umschlägt, ist in Serfaus genau richtig. Auf Bahnen bis zu 150 Meter Länge kann man sich an das Abenteuer herantasten.

In Serfaus treffen sich die Schlauchreifenfahrer zum "Snowtubing" im "Family Park"( www.serfaus-fiss-ladis.at ).

Die Angst, den Nachwuchs beim Rodeln zu überfordern, stellt sich häufig als übertrieben heraus. Denn oft haben die kleinen Racker stärkere Nerven als ihre Eltern.

Da fragt sich manch Erwachsener, ob er da nicht eine Lunte ans Pulverfass gelegt hat - spätestens wenn ihm die Kinder nun ein Airboard in die Hand drücken.

Auf dem Luftkissenbrett ins Tal

"Airboard" haben die Schweizer ihre Erfindung getauft. Sie sieht aus wie eine aerodynamisch überarbeitete Turbo-Luftmatratze. Bei nur drei Kilo Gewicht besteht die Unterseite aus stabilem Kunststoff mit tiefen Rillen in Fahrtrichtung.

Im österreichischen Bundesland Vorarlberg steigt man vom Brandnertal auf Schneeschuhen das Rätikon hinauf und rauscht nach einer Gipfelrast mit dem Airboard zurück ins Tal ( www.alpenregion.at ).

Schienenrodeln auf der Alpenbahn

Zehn Kurven, sechs Wellen, drei kleine Sprünge und zwei Brücken. Die höchstgelegene Achterbahn der Welt fährt auch im Winter oberhalb des Gletschers der Schweizer Alpengemeinde Les Diablerets. Auf über dreitausend Höhenmetern gleiten die insgesamt 54 Schlitten fast geräuschlos über die Strecke ( www.diablerets.ch ).

Drachenflug am Drahtseil

Nur Fliegen ist schöner? Auch das ist in den Alpen möglich, gefahrlos und mit Ablenkungsgarantie für die Kleinen. Oberhalb des Tiroler Dorfes Fiss hebt ein in Österreich einzigartiges Fluggerät zum Segelflug mit Führung ab: der Fisser Flieger. Dieser Flugdrache ist mit einem Drahtseil gesichert und segelt auf acht bis 47 Meter Höhe hinauf. Für ein flaues Gefühl im Magen sorgt auch der benachbarte "Skyswing", eine Riesenschaukel, die zwölf Meter freien Fall simuliert. So lernen Ihre Kinder auch noch das Jodeln ( www.serfaus-fiss-ladis.at ).