Im Mittelpaläolithikum war alles besser. Damals war Brandenburg noch von Urwald überwuchert, die Menschen rannten nackt irgendwelchen essbaren Tieren hinterher oder schlugen mit Keulen aufeinander ein. Heute passiert das nur noch im „Dschungelcamp“ auf RTL, ansonsten verbringt der Homo sapiens sein Leben sitzend und bewegt höchstens noch seine Finger – auf der Computertastatur oder der Fernbedienung.
Wie schädlich das ist, belegt eine aktuelle Studie. An der Stanford-Universität in Kalifornien hat der Arzt James Fries 500 Jogger und 500 Nichtläufer seit 1984 beobachtet. Alle waren zu Beginn über 50 Jahre alt. 19 Jahre später war jeder dritte Nichtläufer gestorben, aber nur 15 Prozent der Läufer. Bei den Sportlern wirkte sich das regelmäßige Training nicht nur sehr positiv auf Knochendichte und Immunsystem aus, sondern erhöhte auch die geistige Leistungsfähigkeit. Was das bedeutet? Ins „Dschungelcamp“ zu gehen ist doch nicht so dämlich, wie wir dachten.
Glück und Unglück an der Uni
Freie Zeiteinteilung, ganze Hörsäle voller potenzieller Partner und jeden Mittag Pommes in der Mensa – da kann man sich schon vorstellen, dass die deutschen Studenten an der Uni so glücklich sind wie Honigbienen im Rapsfeld. Bestätigt wird das jetzt durch die gerade veröffentlichten 10. Studierendensurveys, die vom Bundesbildungsministerium finanziert werden. Noch nie seit Einführung der Umfrage 1983 waren die angehenden Akademiker so zufrieden mit ihren Studienbedingungen.
Anders in den USA: Hier hat jeder sechste Student schon einmal an Selbstmord gedacht, ergab eine aktuelle Studie. Als Gründe für ihre Lebensmüdigkeit gaben die 26.000 Befragten neben seelischen und körperlichen Schmerzen und Studienproblemen auch Liebeskummer an. Die Lösung: ein Auslandssemester in Deutschland.
Hier klappt es auch mit dem privaten Glück. Eine Studie von „Zeit Campus“ vermeldet dazu den neuesten Trend: Hochzeit schon im dritten Semester.
Steinzeitmenschen, Teil 2
Die Höhle immer schön gefegt, eine saftige Bärenkeule über dem Feuer, lange Wimpern und ein liebevoller Blick: So stellte sich der Steinzeitmann wahrscheinlich das perfekte Leben und die perfekte Frau vor.
Nun, die Bedürfnisse moderner Männer unterschieden sich von denen unserer Vorfahren nur unwesentlich: Für eine repräsentative Umfrage der „Apotheken Umschau“ wurden Männer mit fester Partnerin gefragt, was sie an ihrer Frau besonders schätzen. Die Befragten waren sich erstaunlich einig. Knapp die Hälfte der deutschen Männer findet es gut, dass ihre Partnerin gut kochen kann (45,6 Prozent), dass sie im Haushalt tüchtig ist (43,3 Prozent) und dass sie gut und gepflegt aussieht (44,1 Prozent).
Frauen verharren übrigens in ähnlicher Weise in Denkschemata aus der Höhlenzeit: Ein Drittel legt großen Wert auf die gute finanzielle Versorgung durch den Partner. Und 47,8 Prozent schätzen besonders, dass ihr Mann sie beschützt und sich um sie sorgt. Ich Jane, du Tarzan.




