Keiner hat behauptet, es sei einfach, aber so langsam bekommt man den Eindruck, die Sache mit dem Sex werde immer schwieriger. Da wurde uns jahrzehntelang gepredigt, dass zu einer funktionierenden Beziehung auch ein reges Sexleben gehört, und dann das: In einer Umfrage der Zeitschrift „Für Sie“ äußerte mehr als die Hälfte der Befragten die Meinung, auch mit weniger Sex glücklich zu sein. Nun ist „weniger“ die Steigerung von „wenig“. Stellt sich also die Frage: Wie viel ist wenig?


Und „weniger“ scheint nicht für alle genug zu sein, denn 49 Prozent sehen in Sex-Mangel die Ursache für Affären, 11 Prozent nennen ihn gar als Trennungsgrund. Bei der Online-Partneragentur Elitepartner.de landete „Unsere Sexualität ist eingeschlafen“ gar mit 19 Prozent auf Platz sieben einer Umfrage zu den Top-10-Trennungsgründen.

Stundenlange Orgien sind völlig überschätzt

Wenn Menschen sich etwas wünschen dürfen – in Sachen Sex natürlich –, dann fantasieren sie meist von ausgedehnten Sexorgien, die gern Stunden dauern dürfen.


Die These „Langer Sex = guter Sex“ war bisher so etwas wie das elfte Gebot, das die meisten Männer schon allein beim Gedanken daran überforderte. Damit ist jetzt Schluss, denn Eric Corty und Jenay Guardiani von der amerikanischen Penn State University haben herausgefunden, dass befriedigender Geschlechtsverkehr zwischen drei und 13 Minuten dauert. Ein bis zwei Minuten werden als zu kurz empfunden, eine Dauer von 10 bis 30 Minuten als zu lang.


Jetzt fragen Sie sich wahrscheinlich, wie die beiden Herren das herausgefunden haben. Das war ganz einfach: Sie haben 43 Mitglieder der Society for Sex Therapy and Research befragt. Und die müssen es ja wissen.

Schön oder hässlich? Einfach nicht drüber nachdenken!

Bierbauch, Hühnerbrust, behaarter Rücken oder dünne Steckerlbeine: alles nicht wirklich hübsch. Und vor allem unperfekt. Auch Männer leiden an ihren äußerlichen Mängeln. Das hat die Zeitschrift „Lisa“ in einer Umfrage unter 288 – natürlich repräsentativ ausgewählten – Männern zwischen 20 und 49 Jahren herausgefunden.


Ein knappes Drittel findet sich zu dick (und ist es vermutlich auch), elf Prozent wünschen sich mehr Muskeln, sechs Prozent halten sich für zu klein und vier Prozent für zu dünn. Doch das eigentlich Interessante ist Folgendes: 51 Prozent der befragten Männer sind mit sich zufrieden, sie sagen „Ich mag mich so, wie ich bin.“ Und trinken weiter ihr Bier. Immerhin zwei Prozent der Männer halten sich für komplett unattraktiv, und acht Prozent der Befragten denken einfach nie darüber nach, wie schön oder hässlich sie sind. Beneidenswert.