Seit knapp einer Woche ist das lang erwartete Mobiltelefon iPhone nun in den USA im Handel. Für den Hersteller, den kalifornischen Technologiekonzern Apple, waren die vergangenen Tage ein durchschlagender Erfolg: Mehr als eine halbe Million Mal ist das Handy seither über die Ladentheken gegangen, schätzen Technologie-Analysten. "In einigen Apple-Läden sind zeitweise 1000 iPhones pro Stunde verkauft worden", sagte Gene Munster, Analyst bei der Investmentbank Piper Jaffray.
Mittlerweile sind die Geräte fast überall ausverkauft. Sowohl in den meisten Apple-Läden als auch in den Niederlassungen des Mobilfunkanbieters AT&T, der die iPhones in den USA exklusiv vermarktet, sind nur noch vereinzelt Geräte zu finden. Apple rät Kaufwilligen auf seiner Internetseite, jeweils abends ab 21 Uhr auf seiner Internetseite nachzusehen, in welchen Filialen es am nächsten Morgen wieder Nachschub geben wird.
Beim Versuch, Anfang dieser Woche eines der Geräte im Apple-Store an der New Yorker Fifth Avenue zu kaufen, schüttelt die Verkäuferin bedauernd den Kopf. "Vielleicht haben Sie Glück in unserer Filiale in Staten Island", schlägt sie vor. Staten Island! Der fünfte Stadtteil von New York, in den sich selbst die meisten gebürtigen New Yorker noch nie verirrt haben. In der Fernsehserie "Sex and the City" hieß es einmal, Staten Island sei dem Rest der Stadt um mindestens eineinhalb Jahre hinterher, was Trends angeht.Ich trete die Reise an. Mit der U-Bahn, der Fähre und dann dem Bus. Zwei Stunden dauert die Fahrt zum Einkaufszentrum von Staten Island. Endlich angekommen, prangt vor dem Apple-Laden ein riesiges Pappschild: "Sorry, heute keine iPhones mehr." Frustriert steige ich wieder in den Bus. Mittlerweile ist es bereits Nachmittag. Entkräftet starte ich einen letzten Versuch, beim AT&T-Laden nahe unserer Wohnung in Harlem. Der Verkäufer wirkt nett. "Haben Sie vielleicht eine Idee, ob ich noch ein einziges iPhone irgendwo in New York ergattern kann?", frage mit flehender Stimme. "Ich frage mal meinen Manager", sagt er und verschwindet im Hinterzimmer.
iPhone-Deal im Hinterzimmer
Er hat gute Nachrichten: Der Chef des Ladens habe ein iPhone für einen Bekannten zurück gelegt. "Wenn Sie einen neuen AT&T-Vertrag abschließen und Zubehör für mehr als 35 Dollar dazu nehmen, gehört es Ihnen." So kommt es, dass ich nun nicht nur stolze Besitzerin eines iPhones mit 4 Gigabyte Speicher für 499 Dollar bin, sondern auch noch eines Gürtel-Clips für 35 Dollar und eines Armgurts zum Joggen für 20 Dollar. Dann kann unser Test ja losgehen.
iPhone-Test, Teil 1: Handy-Vertrag mit Fallstricken
iPhone-Test, Teil 2: Die Bedienung ist kinderleicht und intuitiv
iPhone-Test, Teil 3: Beim Videoschauen wird das Handy heiß
iPhone-Test, Teil 4: Telefonieren in guter Tonqualität
iPhone-Test, Teil 5: Das iPhone spielt Musik wie ein iPod
iPhone-Test, Teil 6: Komfortables Videogucken - wenig Speicher
iPhone-Test, Teil 7: Die Kamera-Funktionen sind eher dürftig
iPhone-Test, Teil 8: Internetnutzung als größtes Plus
iPhone-Test, Teil 9: E-Mail-Funktion reicht an Blackberry nicht heran
iPhone-Test, Fazit: Ein Smartphone, das Spaß macht


