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Tiere: Sind Pudel auch für Allergiker geeignet?

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Pudel und Pudelmischlinge sind auch wegen ihres lockigen Fells sehr beliebt

Pudel und Pudelmischlinge sind auch wegen ihres lockigen Fells sehr beliebt

Foto: dpa Picture-Alliance / Sunbird Images / picture alliance / Arco Images

Weil Pudel ihr Fell nicht wechseln, haaren sie weniger als ihre Artgenossen. Ob Allergiker dennoch reagieren, sollten sie vor der Anschaffung prüfen.

Mein Mann leidet unter einer Hundehaarallergie. Wir würden uns aber dennoch, vor allem wegen der Kinder, sehr gern einen Hund anschaffen. Jetzt hörte ich neulich, dass Pudel selbst für Allergiker geeignet sind. Können Sie das bestätigen? Und gibt es, falls dem nicht so sein sollte, eine Alternative?


Andreas Ochs: Grundsätzlich sehe ich die Planung einer Partnerschaft mit einem Lebewesen, gegen das man bekanntermaßen allergisch reagiert, eher kritisch. Tatsächlich sollen aber Pudel und Pudelmischlinge zu den Hunderassen gehören, die nur gering allergieauslösend (allergen) sind. Grund dafür soll ihr rassetypisches Haarwachstum sein, das im Gegensatz zu anderen Hunderassen ohne Fellwechsel erfolgt, sondern kontinuierlich zu einer Verlängerung der Haare führt. Deswegen sind auch die mehr oder weniger schönen Frisuren dieser Tiere möglich.

Auch Hundespeichel kann Allergien auslösen

Zu bedenken ist hierbei aber, dass nicht nur Haare und Hautschuppen, sondern vor allem auch der in und mit den Haaren verteilte Speichel Ursache für Allergien sein kann. Natürlich gibt es durch ärztliche Hilfe Möglichkeiten, mit den Allergieauslösern (Allergenen) klar zu kommen. Sich jedoch dauerhaft mit Medikamenten gegen die Symptomatik einer Allergie schützen zu wollen, ist nun wirklich ungesund.

Manchmal bleibt nur die Trennung

Desensibilisierung könnte hier noch ein Stichwort zu einer nachhaltigeren Alternative sein. Aber der Erfolg einer solchen Behandlung ist nicht zuverlässig zu gewährleisten und was machen Sie, wenn es nicht klappt? Dann nämlich bleibt oft nichts anderes übrig als die Trennung vom relativ neuen Hausgenossen.

Und jeder Mitarbeiter im Tierheim und alle niedergelassenen Kollegen kennen solche buchstäblich armen Hunde, bei denen als Grund zur Abgabe „Tierhaarallergie des Besitzers“ angegeben wird.

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