Elfie G., Wilmersdorf: In meiner Nachbarschaft sehe ich immer öfter Spaziergänger, die ihre oft kleinen Hunde in Hundemäntelchen stecken. Brauchen die Tiere wirklich solchen Schutz vor Minusgraden und was kann man sonst tun, damit sie sich nicht erkälten?

Andreas Ochs: In der Tat wirken die mittlerweile zu wahren modischen Accessoires avancierten Hundedecken oftmals etwas lächerlich. Zumal wenn man sich vorstellt, dass der Haushund ja eigentlich vom Wolf abstammt und dieser auch bei größter Kälte und nur mit dem eigenen Fell recht gut zurechtkommt.

Nun hat der Mensch aber durch gezieltes züchterisches Eingreifen – leider meistens ebenfalls aus modischen Gründen – die Wolfsverwandtschaft bei vielen Hunderassen so weit verdrängt, dass es bei einigen Rassen leider sogar zu großen Problemen durch die erworbenen, unnatürlichen anatomischen Verhältnisse kommt.

Nicht richtig abgehärtet gegen Nässe und Kälte

Bei Hunderassen, die auf besondere Schlankheit, auf Kleinwuchs oder eben auch auf möglichst glattes, kurzhaariges Fell hin gezüchtet wurden, ist es dann eben doch manchmal erforderlich, diese Defizite durch wärmende Hilfsmittel auszugleichen. Oft werden solche Hunde auch bewegungsarm in beheizten Räumlichkeiten gehalten und neigen dann auch beim Spaziergang dazu, nur an der Leine hinter ihren Besitzern herzutrippeln. Dadurch sind sie natürlich nicht richtig abgehärtet gegen Nässe und Kälte und in so einem Fall kann ein Deckchen tatsächlich sinnvoll sein.

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