Gerade zum Jahresbeginn macht sich der ein oder die andere Gedanken, was einen neben Beruf und Familie wirklich antreibt. Was interessiert mich eigentlich, wo kann ich besser werden und wofür brennt meine Leidenschaft? Eine tolle Gelegenheit, Hobbys von früher wieder aufzunehmen oder sich zum Jahresstart mal in ganz neuen Hobby auszuprobieren. Denn nach Feierabend Netflix-Serien schauen und sich auf dem Handy zu berieseln lassen: Das ist kein Hobby, stellt Renate Freericks klar.

Im Interview erklärt die Professorin für Freizeit- und Tourismuswissenschaft an der Hochschule Bremen, wie wir das perfekte Hobby für uns finden, warum Hobbys für ein erfülltes Leben so wichtig sind – und wie wir uns im überladenen Alltag die Zeit dafür freischaufeln.

Frau Freericks, zu Jahresbeginn wollen sich manche Menschen aufraffen neue Hobbys auszuprobieren – oder sich überhaupt erst eines zuzulegen. Wie finde ich denn ein Hobby, das zu mir passt?

Den Jahreswechsel hätte ich gar nicht unbedingt mit neuen Hobbys verbunden. Die ersten Hobbys sucht man sich ja schon als Kind. Eltern drängen einen da, doch mal zu schauen, welchen Freizeitinteressen man ausgiebiger nachgehen möchte. Deswegen ist ein Hobby etwas, das sich in der Kindheit schon durch Leidenschaften entwickeln kann, aber auch durch Eltern oder durch Freundinnen und Freunde. Indem man sich austauscht, weil man mitgenommen wird, etwas ausprobiert und sagt, Mensch, das ist auch was für mich.