Allein die Vorstellung lässt empfindliche Menschen erschaudern. Spätestens seit Paris im Spätsommer eine Bettwanzen-Plage ausgerufen hat, fragen sich auch hierzulande viele: Wie merkt man überhaupt, dass sich die blutsaugenden Insekten bei einem selbst breitgemacht haben? Und was kann man gegen Bettwanzen im eigenen Schlafzimmer eigentlich unternehmen? Schließlich sind die Tierchen nervig, können aber auch zur Plage werden.
Kai Scheffler arbeitet als erfahrener Schädlingsbekämpfer in Raum Paderborn. Er ist zudem Vorstandsvorsitzender beim Deutschen Schädlingsbekämpfer Verband (DSV). Im Interview mit unserer Redaktion erklärt der Experte, was man nach dem Biss einer Bettwanze tun sollte, mit welchen hitzigen und scharfen Tricks Kammerjäger gegen Bettwanzen vorgehen, was das für Haushalte oder Vermieter kosten kann.
Herr Scheffler, woran erkenne ich als Laie, dass ich Bettwanzen im Haushalt habe?
Kai Scheffler: In erster Linie wahrscheinlich immer an einem Biss. Das heißt, man wacht morgens auf und hat eine rote Stelle, die juckt. So wie man es vielleicht von einem Mückenstich kennt. Der Stich juckt, ist rot und die Haut ist oftmals auch geschwollen. Bettwanzen bewegen sich in der Nähe des Bettes. Wenn die mal nachts bei Ihnen Blut gesaugt haben, dann hat man oft einen kleinen Blutfleck im Bett, so, als wenn man sich einen Mückenstich aufgekratzt hat. Und wenn es mehrere Bettwanzen sein sollten oder sie längere Zeit da sind, dann erkennt man das auch anhand der Kotspuren auf dem Bettlaken. Kleine schwarze Punkte, so groß wie Fliegenkot.



