Neulich ein Gespräch an der Backtheke eines Berliner Bio-Supermarktes: „Ist das alles Weizen?“, fragt eine Kundin und fährt mit dem Finger über die Scheibe der Auslage mit dem süßen Gebäck. „Gar nichts aus Dinkel mehr da?“ „Leider nein“, antwortet die Verkäuferin. Die Kundin geht, ohne etwas zu kaufen.

Jetzt muss man sagen: Vielleicht leidet die Frau unter einer Weizenallergie, von der in Deutschland Schätzungen zufolge 0,1 bis 0,5 Prozent der Menschen betroffen sind. Oder an einer Weizensensitivität, die fünf bis sechs Prozent der Bevölkerung betreffen könnte. Vielleicht ist die Kundin aber auch einfach der Meinung, Weizen sei ungesund oder mache sogar krank.

Der Verzicht auf Weizen liegt seit Jahren im Trend, der Ruf der Getreidesorte ist kein besonders guter. Gibt man bei Google die Worte „Ist Weizen“ ein, schlägt die Suchmaschine als erstes das Wort „ungesund“ zur Vervollständigung vor. Was sagen also Ernährungsexpertinnen auf die Frage: Ist Weizen ungesund?

Weizen: Verwechslung mit Weißmehl