Als ich vor zwei Jahren bemerkte, dass ich immer müder und blasser wurde, dachte ich sofort an Eisenmangel. So ging es mir nämlich schon mal als Jugendliche und nach der Schwangerschaft – damals lag es an meinen starken Monatsblutungen. Ich bekam Tabletten, von denen mir allerdings übel wurde. Dieses Mal fürchtete ich, nicht genügend Eisen aufzunehmen, weil ich mich inzwischen hauptsächlich vegetarisch ernähre.

Der Körper kann das lebenswichtige Spurenelement nicht selbst bilden, und die Speicher müssen durch eisenhaltige Nahrungsmittel (wie z. B. Fleisch, aber auch Hirse, Bohnen) gefüllt werden. Fehlt es, wird nicht genug Hämoglobin produziert. Der rote Blutfarbstoff bindet den Sauerstoff, den wir einatmen, und verteilt ihn in den Zellen, die für die Energiegewinnung zuständig sind. Ist dieser Vorgang gestört, sinkt die Leistungsfähigkeit.

Eisenmangel blieb unentdeckt – erst ein anderer Arzt diagnostizierte die Unterversorgung