Jedes Jahr, wenn es draußen heiß wird, klingelt bei Gunter Mann das Telefon. Oft sind es Journalisten, die anrufen. Immer wieder auch Bürgerinnen und Bürger. Sie wollen wissen, wie das funktioniert mit den Pflanzen auf dem Dach oder an der Fassade. Wie sie die Hitze erträglicher machen können.
Mann ist Biologe und Präsident des Bundesverbands GebäudeGrün (BuGG). Er befasst sich seit 30 Jahren mit der Begrünung von Hauswänden und Dächern – lange bevor Klimakrise überhaupt zu einem Begriff in der Öffentlichkeit wurde. „Wir brauchen Grün“, sagt Mann. „Wir haben wenig Platz, weil wir so dicht gebaut haben. Wenn wir also Grün haben wollen, geht es eigentlich nicht anders als an der Wand oder auf dem Dach.“
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Eine im Mai veröffentlichte Studie des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft kommt zu dem Ergebnis, dass im Schnitt 44 Prozent des Siedlungsgebiets in deutschen Städten versiegelt, also bebaut oder betoniert sind. Das ist nicht nur ein Problem, weil Regenwasser nicht versickern kann. Beton speichert auch an heißen Tagen die Wärme und gibt sie an ihre Umgebung ab. Lesen Sie auch: Endlich gute Nachrichten: Wie Zimmerpflanzen Leben retten können


