Sind Sie eher Glückspilz oder Pechvogel? Letzteres muss kein in Stein gemeißeltes Schicksal sein. Jeder von uns kann lernen, sich für unerwartete, glückliche Zufälle im Alltag zu öffnen, und diese für persönliche Ziele und die Karriere nutzen. „Serendipität“ nennen Forscher die Methode. Welche Strategien im Alltag helfen, erklärt Professor Christian Busch. Der in Heidelberg aufgewachsene Serendipitätsforscher lehrt an der New York University und hat das Buch „Erfolgsfaktor Zufall“ veröffentlicht.

Herr Busch, was ist die Kernidee hinter Serendipität?

Christian Busch: Aktives Glück. In Abgrenzung zum passiven Glück, wie etwa der zufällige Geburtsort, ist die Idee: Viele der erfolgreichsten Menschen haben gemeinsam, dass sie oftmals in ähnlichen Situationen wie andere trotzdem ein bisschen mehr Glück zu haben scheinen. Es geht um die Denkweise, wie sie dieses Glück kreieren. Serendipität ist dieses aktive Glück, das wir selber erschaffen, indem wir mit dem Zufall umgehen und etwas daraus machen.

Menschen können ihrem Glück auf die Sprünge helfen?