Manche Menschen verkraften Schicksalsschläge besser als andere. Statt zu zerbrechen, bleiben sie stark. Fast so, als trügen sie ein unsichtbares Schutzschild vor sich her, das sie davor bewahrt, an Extremsituationen zu zerbrechen. Sie bleiben psychisch stabil. Und erholen sich vergleichsweise erfolgreich und schnell von traurigen oder einschneidenden Erlebnissen.
Solchen, an denen andere seelisch erkranken oder in ihrer Verzweiflung zu Suchtmitteln greifen, die den Druck, der auf ihnen lastet, abschwächen sollen. Ihr unsichtbares Schutzschild trägt einen Namen: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sprechen von Resilienz.
„Resilienz ist die Fähigkeit zur Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung psychischer Gesundheit während oder nach stressvollen Lebensereignissen“, definiert das renommierte Leibniz-Institut für Resilienzforschung (LIR) in Mainz den abstrakten Begriff. Heißt: Menschen, die über Resilienz verfügen, bleiben trotz extremer Stresserfahrung oder -belastung psychisch gesund.


