• Mundspülungen können offenbar dabei helfen, die Viruslast von Coronaviren im Mund zu senken – dort ist sie meist besonders groß
  • Zu dieser Erkenntnis kamen jetzt Forscher der Ruhr-Uni Bochum in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus ganz Deutschland
  • Diese Mundspülungen haben in der Studie Wirksamkeit gezeigt
  • Auch ein Hygieniker bei „Maybrit Illner“ spricht sich für Mundwasser aus

Gurgeln gegen Corona-Viren? Mit bestimmten handelsüblichen Mundspülungen lassen sich Sars-Cov2-Viren wirksam inaktivieren. Das wiesen Virologen der Ruhr-Uni Bochum gemeinsam mit Kollegen aus Jena, Ulm, Duisburg-Essen, Nürnberg und Bremen in Experimenten an Zellkulturen nach.

Die Anwendung von Mundspülungen könnte somit helfen, kurzzeitig die Virusluslast und damit eventuell das Risiko einer Übertragung der Coronaviren zu senken, schreiben die Wissenschaftler. Im Mund- und Rachenraum von Corona-Patienten befindet sich häufig eine große Anzahl von Viren. Dadurch steigt das Risiko, andere Personen über Aerosole oder Tröpfchen anzustecken.

Vor allem vor zahnärztlichen Behandlungen oder bei der Pflege von Covid-19-Patienten im Krankenhaus könne es nützlich sein, gründlich mit Mundspülungen zu gurgeln, erklärt Prof. Eike Steinmann, Virologe an der Ruhr-Uni Bochum und einer der Studienautoren. „Wir wissen, dass sich Pflegepersonal in Kliniken trotz Schutzmaßnahmen angesteckt hat. Hier könnten Mundspülungen einen sehr positiven Effekt haben“, sagte Steinmann der WAZ.