Feuerwerk ist bunt, schillernd, laut. Es fasziniert die Menschen, ganz besonders Kinder und Jugendliche. Doch gerade sie sind sich dem Risiko nicht bewusst, das von den Knallkörpern ausgeht. Denn jedes Jahr passieren schlimme Unglücke, weiß die Feuerwehr und wissen auch Notfallmediziner, die sich um Brandverletzungen oder in schlimmen Fällen um Menschen mit abgesprengten Körperteilen kümmern. Doch Eltern können verhindern, dass die Knallerei für die Kinder zur Gefahr wird.

Feuerwerk: Was ist die größte Gefahr im Umgang damit?

Die größte Gefahr ist die Unterschätzung des Risikos, sagt Silvia Darmstädter vom Deutschen Feuerwehrverband und ehrenamtliche Feuerwehrfrau. „Jeder sollte sich bewusst machen, dass es hier um Sprengstoff geht.“ Natürlich, gerade für Jugendliche seien Feuerwerkskörper faszinierend, „manche versuchen sie auch nach einer Anleitung, die sie im Internet finden, nachzubauen“. Doch immer wieder endeten diese Experimente mit schwersten Verletzungen oder sogar tödlich.

„Gerade Jungs zwischen acht und 15 Jahren bilden bei Unfällen mit Raketen und Böllern die Hochrisikogruppe“, bestätigt Adelheid Gottwald, die Paulinchen, einer Initiative für brandverletzte Kinder, vorsitzt. Fatal sei, dass sich die Kinder und Jugendlichen der dramatischen Folgen für ihr ganzes Leben nicht bewusst seien.