Smartwatches haben sich vom Technik-Gimmick zum täglichen Begleiter für Alltag und Sport entwickelt. Die Fitnessuhren sind robust, vernetzt und fast schon persönliche Assistenten. Sie zählen Schritte, messen Herzfrequenz, analysieren den Schlaf – und sehen dabei noch gut aus. Doch nicht jede Uhr hält, was sie verspricht.
Neben Apple, Samsung und Garmin mischt auch Amazfit mit. Mit der T-Rex 3 bringt die Marke ein robustes Modell auf den Markt, das sich vor allem an Outdoor-Fans richtet und mit weniger als 300 Euro günstiger ist als die Konkurrenz. Doch wie gut ist die Uhr wirklich?
IMTEST, das Test- und Verbraucherportal der FUNKE Mediengruppe, hat die Amazfit T-Rex 3* auf Verarbeitung, Display, Funktionen, Akkulaufzeit und Widerstandsfähigkeit untersucht.
Amazfit T-Rex 3: Preis, Gewicht, Maße
Die technischen Daten der Smartwatch von Amazfit sind in der Tabelle zusammengefasst:
| Merkmal: | Spezifikation: |
|---|---|
| Preis | ab ca. 299,90 Euro |
| Maße | 48,5 x 48,5 x 13,75 mm |
| Gewicht | 68,3 g (ohne Armband) |
| Garantie | 2 Jahre |
Smartwatch von Amazfit im Check
Preis** und Testnote der Fitnessuhr sind im Folgenden aufgeführt:
Testnote: 1,9 (gut)
299,90 €
Ausführliche Informationen zur Amazfit T-Rex 3 finden sich im Testbericht auf IMTEST.de.
Amazfit Smartwatch: Design und Verarbeitung
Auffällig ist das achteckige Design, das sich deutlich von der Konkurrenz von Apple, Samsung und Co. abhebt.
Mit einem Durchmesser von 48,5 Millimetern wirkt die Smartwatch robust, aber nicht zu klobig.
Insgesamt macht die Uhr einen hochwertigen Eindruck. Die Edelstahl-Lünette sowie der Mikofron-Steg und die Tasten aus Metall sind gut verarbeitet.

Das Polymer-Kunststoff-Gehäuse wirkt hier etwas fehl am Platz. Wer möchte, kann das Armband wechseln.
Überraschend: Das funktioniert hier nicht etwa wie bei anderen Herstellern über einen Schnellverschluss, sondern ist mit einem Schraubendreher möglich.
Für Armbänder mit Schnellverschluss bietet der Hersteller jedoch ein passendes Adapter. Schraubendreher und Adapter liegen dem Lieferumfang bei.
Besser als Garmin: Amazfit glänzt mit starkem Display
Was IMTEST bei dem vergleichsweise günstigen Preis besonders überrascht: Das Display der T-Rex 3 ist größer, heller und bietet eine bessere Auflösung als die dreimal so teure Garmin Fenix 8 (etwa 1.000 Euro).
Das 1,5-Zoll-AMOLED-Display bietet eine Auflösung von 480 × 480 Pixeln und eine Helligkeit von 2.000 nits. Zum Vergleich: Der Bildschirm der Fenix 8 misst 1,4 Zoll und bietet bei einer Helligkeit von 1.000 nits eine Auflösung von 454 × 454 Pixeln.
Die Helligkeit kommt der Amazfit T-Rex 3 vor allem bei starker Sonneneinstrahlung zugute: Das Display ist sehr gut erkennbar.
Die Always-on-Funktion ist hier jedoch etwas eingeschränkt. Im Stromspar-Modus zeigt die Uhr nicht das reguläre Ziffernblatt an, sondern eine reduzierte Version mit Uhrzeit-Anzeige.
Dagegen wirken Geräte von Apple oder Garmin in diesem Punkt deutlich wertiger.
Die Größe des Displays macht sich bei der Bedienung positiv bemerkbar, denn sie geht einfacher vonstatten. Außerdem beschreibt IMTEST die Reaktionszeit als etwas flüssiger, verglichen mit der Fenix.
Der Nutzer steuert die Uhr über die Tasten oder Touch-Befehle.
Diese Gesundheits- und Fitnessfunktionen bietet die Amazfit
Der integrierte biometrische BioTrackerTM 3.0 PPG-Sensor misst fortlaufend Werte wie Herzfrequenz, Blutsauerstoffsättigung, Schlaf und Stress. Hier ist eine kontinuierliche und punktuelle Messung möglich.
Ein Kompass, ein Barometer und ein Temperatursensor erweitern das Angebot. Dadurch überwacht die Smartwatch den Zyklus.
Die One-Tap-Funktion misst Puls, Blutsauerstoff, Stress und Atemzüge innerhalb von 45 Sekunden. Bis auf ein paar leichte Abweichungen fielen die Messwerte zur Herzfrequenz genau aus.
In puncto Aktivität stellt die Uhr mehr als 170 Sportarten zur Verfügung, von Laufen bis zu Yoga. Die PAI (Personal Activity Intelligence) interpretiert die Daten.

Für das Training stehen Daten zu Vo2 max, Trainingsbelastung und Erholungszeit zur Verfügung. Das System kann dem Algorithmus der Garmin Fenix 8 jedoch nicht das Wasser reichen. Hier macht sich der Preisunterschied bemerkbar.
Für 20 Euro pro Jahr können Nutzer ein Abonnement des Zepp-Fitnesstrainers abschließen. Damit sind individuelle, KI-unterstützte Trainings möglich. Für zehn Euro im Monat ist ein Schlaf- und Wellnesscoach buchbar.
Nur wenige smarte Funktionen bei Amazfit T-Rex 3
Das App-Angebot fällt eher spärlich aus, ebenso die Bezahlfunktionen. Dafür zeigt die Smartwatch Benachrichtigungen an, bei Whatsapp über Android-Smartphones sogar Fotos und Sticker.
Voraussetzung ist, dass das Handy mit der Uhr gekoppelt ist und sich in der Nähe befindet. Als Antwortfunktion stehen lediglich Sprachnachrichten zur Verfügung.
Sprachassistenten wie Google Assistant oder Siri unterstützt die Uhr nicht. Allerdings erleichtert ein Offline-Assistent die Bedienung und führt den Nutzer durch das Menü.
Mithilfe des „Zepp Flow“ können Nutzer Sprachbefehle aufnehmen. Spricht man laut genug, funktioniert der Service recht gut.
Amazfit bietet Schutz beim Tauchen und Wassersportarten
Die Smartwatch von Amazfit ist bis zu 100 Meter wasserdicht und eignet sich für Tauchgänge bis zu 45 Metern Tiefe. Sie dient als Begleiter bei Wassersportarten wie Schwimmen und Surfen.

Wasserkontakt beim Duschen oder im Schnee stellt ebenfalls kein Problem dar. Vorsicht ist hingegen bei hohen Duschtemperaturen oder in der Sauna geboten: Hier sollte man die Uhr ablegen, da sonst die Dichtungen gefährdet sind.
Smartwatch im Test: Sehr gute Akkulaufzeit im Alltag
Im Praxistest hielt die Amazfit T-Rex 3 bei einer alltäglichen Nutzung etwa zwölf Tage durch. Ein sehr guter Wert laut IMTEST.
Dabei war die Benachrichtigungsfunktion sowie die Always-on-Funktion eingestellt und die Uhr ermittelte fortlaufend diverse Vitalwerte. Außerdem gab es eine Trainingseinheit pro Woche.
Im Sport-Modus mit aktivierter GPS-Funktion reduziert sich die Laufzeit stündlich um etwa vier Prozent. Daher sollte die Fitnessuhr Outdoor-Aktivitäten von mehr als 20 Stunden überstehen.
Amazfit beweist recht gute GPS-Genauigkeit
Die GPS-Genauigkeit fiel in der Praxis recht gut aus. Die Verbindung war schnell aktiv und brach nicht ab. Das Tracking ermöglicht beispielsweise die Kontrolle der Straßenseite, auf der die Nutzer auf dem Hin- und Rückweg fahren.
Fazit: Amazfit liefert Top-Akkulaufzeit und starkes Display
Die preiswerte Amazfit T-Rex 3* überzeugt mit einer sehr guten Laufzeit sowie einem schärferen, helleren und größeren Display als die teure Fenix 8 von Garmin.
Allerdings fallen die smarten Funktionen recht spärlich aus. KI-Funktionen wie der Zepp-Trainer oder der Schlaf- und Wellnesscoach können nur gegen einen Aufpreis freigeschaltet werden.
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