Ob Kabel oder Spielzeug auf dem Boden: Was andere Saugroboter stoppt, will der Roborock Saros Z70 beiseite räumen. Der Haushaltsroboter mit ausfahrbarem Greifarm verspricht echte Hilfe im Chaos. Doch klappt das wirklich?
IMTEST, das Test- und Verbraucherportal der FUNKE Mediengruppe, hat den Roborock Saros Z70* untersucht und zeigt, ob der smarte Arm in der Praxis wirklich funktioniert – oder ob er nur ein nettes Gimmick bleibt.
Technische Daten zum Roborock Saros Z70
Angaben zu Maßen und Gewicht entnehmen Sie der Tabelle:
| Merkmal: | Spezifikation: |
|---|---|
| Preis | ab ca. 1.799,00 Euro |
| Maße | 7,98 × 35,3 × 35 cm |
| Gewicht | 4,9 kg |
Roborock Saros Z70 im Test
Testnote und Preis** des Saugroboters mit Greifarm finden Sie hier:
Das IMTEST-Ergebnis für die in diesem Artikel veröffentlichten Produkte setzt sich zusammen aus der Labor-Testnote (95 %) und einer Preis-Note (5 %). Weitere Informationen zum Bewertungsverfahren finden Sie auf IMTEST.de.
Die smarte Neuheit im Test: Wie gut funktioniert der Greifarm?
Was den Roborock Saros Z70 von anderen Saugrobotern abhebt, ist sein ausfahrbarer Greifarm. Mithilfe einer Kamera und KI will er Hindernisse wie Socken und Spielzeug erkennen und beseitigen. Laut Hersteller trägt er Gegenstände bis zu 300 Gramm. Im Test hebt er sogar einen Schuh bis zu 450 Gramm auf.
Die Aufräumfunktion ist allerdings nur aktiv, wenn Nutzer vor dem Putzvorgang Ablagezonen in der Karte einrichten. Während der Reinigung ist dies nicht möglich. Der Saugroboter erkennt hier eine Schuhzone und einen separaten Aufbewahrungskorb als Ablageflächen.
Hindernisse wie Schuhe und Schuhpaare räumt er gekonnt aus dem Arbeitsweg. Die Ablage im Zielbereich wirkt jedoch eher zufällig. Die Steuerung erfolgt automatisch. Mithilfe der beiden Kameras und der App bedienen Nutzer den Greifarm bei Bedarf auch manuell.

Im Test erkennt der Roboter sperrige Hindernisse wie Stuhlbeine und Mülltonnen zuverlässig. Auch kleinere Objekte wie Gläser oder Schuhe erfasst er fehlerfrei. Bei Kabeln tut er sich schwer – vor allem, wenn sie verknotet sind.
Dann braucht er manchmal einen zweiten Versuch.
Schuhe hebt der Greifarm sicher auf und legt sie in die dafür vorgesehene Zone. Die Fläche bleibt frei, der Roboter putzt weiter. Für ein Schuhpaar benötigt er rund eine Minute.
So gut putzt der Roborock auf Hartboden
Der Roborock Saros Z70 überzeugt im Schmutztest: Haare, Streu, Krümel – auf Hartboden entfernt er fast alles. Auch auf Teppich, Laminat und Fliesen reinigt er gründlich.
Schwächen zeigt er in Fugen und an Kanten. Hier bleiben vereinzelt Körner zurück. Hartnäckigen Schmutz wie Porridge beseitigt er gut – wenn der Boden eben ist.

Der Roborock erkennt sowohl Schmutz als auch Untergrund und passt seine Reinigungsleistung entsprechend an.
Zudem bietet er verschiedene Putz-Modi. Bei der Wassertemperatur können Sie zwischen Raumtemperatur, warm und bis zu 80° Celsius wählen.
Reinigungsleistung auf Teppich im Test
Erkennt der Saugroboter Teppichboden, legt er die Wischmopps ab und saugt ihn trocken. So wird der Teppich nicht mit feuchten Schmutzrückständen verunreinigt.
Bei der Fahrt entlang der Teppichkanten arbeitet sich der smarte Staubsauger präzise voran. Die Saugleistung von Kleintierstreu fällt auf kurzflorigem Teppich gründlich aus. An Sockelleisten bleiben allerdings Schmutzreste zurück.
Erkennt der Roborock verbleibende Rückstände, reinigt er die betroffenen Stellen automatisch erneut. Sehr dreckige Zonen wie Futternäpfe erkennt er und putzt hier besonders gründlich.
So gestaltet sich die Handhabung im Test
Die Reinigungsstation verfügt über Behälter für schmutziges und frisches Wasser. Durch den Zugang von oben fällt die Entnahme besonders leicht.

Der Roboter misst nur 7,98 Zentimeter – und passt damit unter Sofa oder Bett. Seine ausfahrbaren Wischplatten erreichen selbst Ecken und Kanten.
App ermöglicht individuelle Reinigungspläne
Kaum ein Saugroboter verzichtet heute noch auf App-Steuerung.
Die Roborock-Applikation navigiert den Saros Z70 punktgenau: Reinigungspläne, Sperrzonen, Saugstufen – alles einstellbar. Auch die Wischleistung passt sich an: nach Schmutzmenge und Bodenart.
Die Sprachsteuerung per Alexa, Siri oder Google funktioniert für Start, Stopp und Rückkehr. Erweiterte Befehle gehen allerdings ausschließlich per App.
Fazit: Dieser Staubsaugerroboter räumt auf!
Dank des Greifarms bringt der Roborock Saros Z70* die autonome Reinigung auf das nächste Level. Kleine Hindernisse wie Schuhe räumt er zuverlässig aus dem Weg und bereitet die Fläche so für die Reinigung vor. Geschwindigkeit und Platzierung sind allerdings ausbaufähig.
Die Saugleistung und das smarte Wischsystem können die Tester ebenfalls überzeugen. Die App bietet darüber hinaus vielseitige Individualisierungsoptionen. Mit seiner niedrigen Bauhöhe gelangt der Saugroboter zudem auch unter flache Möbel.
Verbesserungspotenzial besteht insbesondere bei der Sprachsteuerung, der Reinigung an Leisten sowie der korrekten Ablage der Gegenstände. Auch der hohe Preis fällt ins Gewicht.
Dennoch bietet der Roborock Saros Z70 umfangreiche Funktionen, eine gründliche Reinigung und eine hilfreiche Aufräum-Lösung, die den Putzvorgang erheblich vereinfacht.
Ausführliche Informationen zum Test und dem Verhalten des Saugroboters entnehmen Sie dem Testbericht auf IMTEST.de.
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