Mit dem Wechsel von der DKB zur Deutschen Bank hat Miles & More viele Kundinnen und Kunden irritiert. Auch treue Meilensammlerinnen und Meilensammler müssen die neue „Miles & More“-Kreditkarte beantragen und bekommen nicht automatisch eine neue. Das ist für viele Reisende ein Anlass, ihre Kreditkartenwahl noch einmal zu überdenken. Doch welche „Miles & More“-Alternativen gibt es überhaupt und wie sind deren Konditionen?
„Miles & More“-Alternative: Darauf sollten Reisende bei ihrer Kreditkarte achten
Die Konditionen von Kreditkarten sind in vielen Fällen undurchsichtig – ganz besonders bei Reisekreditkarten, die viele Zusatzleistungen bieten. Denn bei den Extras gelten oftmals sehr spezielle Bedingungen. Auf diese Punkte sollten Reisende bei der Wahl ihrer Kreditkarte achten:
- Bonusprogramm: Wer Meilen sammeln will, braucht eine Kreditkarte mit entsprechendem Bonusprogramm. Das muss nicht zwingend „Miles & More“ sein. Auch die im „Membership Rewards“-Programm von American Express (Amex) gesammelte Punkte lassen sich gegen Meilen eintauschen.
- Kreditkarte statt Debitkarte: Hohe Kartenumsätze ergeben sich bei Flug-, Hotel- und Mietwagenbuchungen. Viele dieser Anbieter akzeptieren allerdings keine Debitkarten, deshalb ist eine Kreditkarte für Reisende die bessere Wahl.
- Versicherungen: Einige Kreditkarten bieten etwa Reiserücktritts- oder Auslandskrankenversicherungen. Wer mit einem derartigen Schutz plant, sollte genau die Bedingungen lesen. In vielen Fällen greift der nur, wenn die Reise mit der entsprechenden Kreditkarte gebucht wurde. Auch die maximale Deckungssumme und der Selbstbehalt sind wichtig.
- Meilenschutz: Wer in seinem „Miles & More“-Konto noch viele Meilen hat, die älter als 36 Monate sind, muss diese entweder bis Ende September einlösen oder eine neue Kreditkarte mit Meilenschutz wählen. Diesen bieten nur die „Gold Credit Card“ und „Blue Credit Card“ von Miles & More. Alternativ schützt auch ein Vielfliegerstatus vor Meilenverfall.
- Kosten: Nicht nur die Jahresgebühr einer Karte ist wichtig. Etwaige Kosten für Zahlungen in Fremdwährungen und Bargeldabhebungen sollten Reisende ebenfalls prüfen und mit ihrem Nutzungsverhalten abgleichen.
- Guthaben und weitere Extras: Einige Kreditkarten bieten etwa Guthaben oder Rabatte fürs Reisen und Shopping. Hier gelten mitunter aber sehr strikte Bedingungen für die Einlösung. Interessierte sollten genau prüfen, welche Extras sie wirklich nutzen können.
Was bedeutet das *-Symbol im Text?
Einige Links in diesem Beitrag sind mit einem *-Symbol gekennzeichnet. Dabei handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Wenn Sie über diese Links einen Abschluss tätigen, erhalten wir von der jeweiligen Bank eine Provision. Dies beeinflusst jedoch nicht unsere unabhängige Bewertung und Auswahl der hier aufgeführten Finanzprodukte.
Alternativen zur „Miles & More“-Kreditkarte fürs Meilensammeln
Wer eine Alternative zur „Miles & More“-Kreditkarte der DKB beziehungsweise Deutschen Bank sucht, landet in der Regel bei Easybank oder American Express. Denn beide Anbieter haben gleich mehrere Kreditkarten im Programm, die an Bonusprogramme angeschlossen sind und sich damit zum Meilensammeln eignen. Nur welche Karte ist die richtige? Beim Blick auf die Konditionen zeigt sich, dass nicht jede Kreditkarte für jeden Reisetyp geeignet ist.

Eurowings-Kreditkarten: Meilen sammeln mit Easybank
Die Easybank war zuvor unter dem Namen Barclays bekannt und gibt die Eurowings-Kreditkarten heraus. Diese haben für „Miles & More“-Kunden einen entscheidenden Vorteil: einfach mit dem eigenen Konto verknüpfen und schon kann es mit dem Meilensammeln weitergehen. Im Vergleich zu den „Miles & More“-Kreditkarten verzichten sie auf ein paar Extras und sind dafür etwas günstiger.
Einen Schutz vor Meilenverfall bieten die Eurowings-Kreditkarten allerdings nicht. Es gelten die üblichen 36 Monate. Es gibt die Easybank-Kreditkarte in zwei Ausführungen „Classic“* und „Premium“*. Wer noch den aktuellen Startbonus bekommen will, muss sie bis einschließlich 30. April 2026 beantragen. Die Karten im Detail:
Eurowings-Kreditkarte „Classic“ im Detail
Die „Classic“ ist die günstigere der beiden Eurowings-Kreditkarten. Beim Meilensammeln gibt es keinen Unterschied zur teureren „Premium“-Variante. Worauf Interessierte achten sollten, sind die Gebühren für den Auslandseinsatz. Der ist nur innerhalb des Euro-Raums kostenlos. Entsprechend ist die Karte auch vor allem für Reisende eine „Miles & More“-Alternative, die sich hauptsächlich innerhalb Europas bewegen.
Extras bietet die Karte nur wenige: Besitzer können die Fastlane an deutschen und einigen großen europäischen Flughafen nutzen. Eine Reiserücktrittsversicherung und die kostenlose Mitnahme von Sportgepäck sind ebenfalls inklusive. Je nach Reisegewohnheiten kann das durchaus nützlich sein.
- Grundgebühr: 14,50 Euro im ersten Jahr, 29 Euro in den Folgejahren
- Bonusprogramm: Miles & More, eine Meile je 2 Euro Umsatz
- Bonus für Neukunden: 1500 Meilen (bis 30. April 2026)
- Gebühren fürs Bargeldabheben: kostenlos im Euro-Raum, Fremdwährungen 1,99 Prozent des Betrags, innerhalb Deutschlands 4 Prozent (mindestens 5,95 Euro) des Betrags
- Gebühren für Auslandseinsatz: kostenlos im Euro-Raum, Fremdwährungen 1,99 Prozent des Betrags
- Geeignet für Google Pay / Apple Pay: ja / ja
- Weitere Leistungen: u. a. Fast Lane an ausgewählten Flughäfen, kostenlose Mitnahme von Sportgepäck, Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung
>> Angebot der Easybank* hier checken
Eurowings-Kreditkarte „Premium“: Das bietet die Karte
Die Eurowings-Kreditkarte „Premium“ bietet von allem etwas mehr als die „Classic“-Variante, kostet aber auch deutlich mehr. Für Reisende vielleicht der wichtigste Punkt: Gebühren für den Auslandseinsatz fallen nicht an. Genauer hinschauen sollten Interessierte wie immer bei den Extras: So gilt etwa die kostenlose Sitzplatzreservierung nur für Eurowings-Flüge. Wer Kosten und Leistungen der Karte gegenüberstellt, sollte sich derartiger Einschränkungen bewusst sein.
- Grundgebühr: 49,50 Euro im ersten Jahr, 99 Euro in den Folgejahren
- Bonusprogramm: Miles & More, eine Meile je 2 Euro Umsatz
- Bonus für Neukunden: 5000 Meilen (bis 30. April 2026)
- Gebühren fürs Bargeldabheben: kostenlos im Ausland, innerhalb Deutschlands 4 Prozent (mindestens 5,95 Euro) des Betrags
- Gebühren für Auslandseinsatz: weltweit kostenlos
- Geeignet für Google Pay / Apple Pay: ja / ja
- Weitere Leistungen: u. a. Fast Lane an ausgewählten Flughäfen, kostenlose Mitnahme von Sportgepäck, kostenlose Sitzplatzreservierung, Priority Check-in, zusätzliches Gepäckstück für Kinder unter 12 Jahren, Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung, Mietwagen-Vollkaskoversicherung
>> Angebot der Easybank* hier checken
„Miles & More“-Alternativen von American Express
Die Kreditkarten von American Express sind nicht die offensichtlichsten „Miles & More“-Alternativen, da sind nicht an das Bonusprogramm der Lufthansa angeschlossen sind. Dafür gibt es bei Amex das „Membership Rewards“-Programm. Pro Kartenumsatz gibt es Punkte. Diese lassen sich unter anderem in Meilen umtauschen und in zahlreiche Vielfliegerprogramme übertragen. Das Umtauschverhältnis liegt je nach Airline zwischen 2 zu 1 und 5 zu 4. Die Lufthansa ist allerdings nicht darunter.
Bei American Express reicht das Kartenspektrum von der günstigen „American Express Card“ für Punktesammler bis hin zur teuren Platinum Card, die Zugang für bis zu vier Personen zu Airport-Lounges bietet. Interessierte sollten aber auch die hohen Kosten für Fremdwährungen beachten. Hier ist eine Zweitkreditkarte zum Bezahlen außerhalb des Euro-Währungsraums empfehlenswert. Gesammelte Punkte verfallen indes nicht.

American Express Card, auch Green Card genannt
Die aufgrund ihrer grünen Farbe auch gern als Green Card bezeichnete Kreditkarte ist die günstigste Amex, die direkt Zugang zum „Membership Rewards“-Programm bietet. Wer mindestens 9000 Euro in einem Jahr mit ihr umsetzt, erhält sie im darauffolgenden Jahr sogar kostenlos. An Extras hat sie allerdings nicht viel zu bieten – nur eine Zusatzkarte für eine zweite Person, die beim Punktesammeln helfen kann.
- Grundgebühr: 60 Euro im ersten Jahr, ab 9000 Euro jährlichem Umsatz im jeweils darauffolgenden Jahr kostenlos
- Bonusprogramm: „Membership Rewards“-Programm, ein Punkt pro ausgegebenem Euro
- Bonus für Neukunden: 10.000 Punkte oder 40 Euro Startguthaben
- Gebühren fürs Bargeldabheben: 4 Prozent (mindestens 5 Euro) des Betrags
- Gebühren für Fremdwährungen: 2 Prozent des Betrags
- Geeignet für Google Pay / Apple Pay: ja / ja
- Weitere Leistungen: Zusatzkarte inklusive
>> Angebot von American Express* hier checken
American Express Gold/Rosé Card
Die „Gold Card“ ist auch in der Farbe Roségold erhältlich. Einziger Unterschied ist der zehn Prozent höhere Neukundenbonus der Rosé-Farbvariante. Im Vergleich zur grünen Amex für Meilensammelnde bietet die Gold Card bereits deutlich mehr Extras. Dabei sind etwa mehrere Versicherungen, etwa eine Reiserücktritt- und Reiseabbruchversicherung sowie eine Auslandsreise-Krankenversicherung. Hinzu kommen Guthaben für Taxifahrten und Mietwagen. Interessierte sollten aber in beiden Fällen genau prüfen, ob die Bedingungen zur geplanten Nutzung der Karte passen.
- Grundgebühr: 240 Euro jährlich
- Bonusprogramm: „Membership Rewards“-Programm, ein Punkt pro ausgegebenem Euro
- Bonus für Neukunden: bis zu 55.000 Punkte oder 220 Euro Startguthaben (maximaler Bonus bei 5000 Euro Mindestumsatz innerhalb von sechs Monaten)
- Gebühren fürs Bargeldabheben: 4 Prozent (mindestens 5 Euro) des Betrags
- Gebühren für Fremdwährungen: 2 Prozent des Betrags
- Geeignet für Google Pay / Apple Pay: ja / ja
- Weitere Leistungen: u. a. diverse Versicherungen, Statusupgrades bei GHA-Hotels, jährliche Guthaben für Mobilität und Shopping
>> Angebot von American Express* hier checken
American Express Platinum Card
Noch mehr Extras als die „Gold Card“ bietet die „Platinum Card“. Besonders interessant sind für Vielfliegende die beiden Airport-Lounge-Zugänge. Laut American Express bieten diese Zutritt zu mehr als 1500 Flughafen-Lounges weltweit für die Inhaber der Haupt- und Partnerkarte sowie jeweils einen Gast. Das kann eine Alternative sein für Reisende, die ihren Vielfliegerstatus verloren haben und trotzdem nicht auf den Komfort verzichten wollen. Ansonsten gilt Ähnliches wie für die „Gold Card“: Interessierte sollten genau die Bedingungen zu den einzelnen Extras lesen und prüfen, ob sie sich wie gewünscht einsetzen lassen.
- Grundgebühr: 720 Euro jährlich
- Bonusprogramm: „Membership Rewards“-Programm, ein Punkt pro ausgegebenem Euro
- Bonus für Neukunden: bis zu 85.000 Punkte oder 340 Euro Startguthaben (maximaler Bonus bei 10.000 Euro Mindestumsatz innerhalb von sechs Monaten)
- Gebühren fürs Bargeldabheben: 4 Prozent (mindestens 5 Euro)
- Gebühren für Fremdwährungen: 2 Prozent vom Umsatz
- Weitere Leistungen: u. a. zwei Pässe für Airport-Lounges weltweit, diverse Versicherungen, Status-Updates bei Hotel- und Mietwagen-Partnern, diverse jährliche Guthaben für Mobilität, Reisebuchungen, Restaurants und Shopping
>> Angebot von American Express* hier checken
Fazit: „Miles & More“-Alternativen genau prüfen
Wer nach einer „Miles & More“-Alternative sucht, hat mit den Eurowings- und den American-Express-Kreditkarten gleich zwei interessante Optionen. Mit einem Wechsel zu Amex verabschieden sich Kundinnen und Kunden vom „Miles & More“-Programm, können dafür aber bei mehreren Airlines ihre Meilen einlösen. Gerade bei den beiden teureren Varianten sollten Interessierte aber genau prüfen, wie häufig sie die Kreditkarte wirklich nutzen. Die „Gold Card“ und die „Platinum Card“ bieten viele Extras, die aber nicht jeder benötigt.
Sehr klar ist die Zielgruppe der „Platinum Card“: Diese ist vor allem interessant für Vielreisende, die Wartezeiten am Flughafen in einer Airport-Lounge überbrücken wollen. Wer nur am „Membership Rewards“-Programm teilnehmen will, kann das aber auch mit der günstigen „American Express Card“.
Mit den Eurowings-Kreditkarten können „Miles & More“-Kunden im Lufthansa-Kosmos bleiben und weiter Meilen sammeln. Die Karten bieten einige Extras, die das Reisen angenehmer machen sollen – nicht in dem Umfang wie die „Gold Card“ und „Platinum Card“ von Amex, aber dafür sind sie auch deutlich günstiger. Wer häufig außerhalb Europas unterwegs ist, kann zur „Premium“-Variante greifen, weil hier die Fremdwährungsgebühr wegfällt.
Damit sich das Meilensammeln und damit die Kreditkarte richtig lohnt, sollten Kundinnen und Kunden aber auch darauf achten, dass sie ihre gesammelten Punkte oder Meilen clever einlösen. Den höchsten Gegenwert haben diese in der Regel beim Buchen von Prämienflügen. Weniger empfehlenswert sind Gutscheine oder das Anrechnen auf die Jahresgebühr.
Quellen
American Express, „Private Kreditkarten vergleichen“, in: AmericanExpress.com. Zuletzt abgerufen am 22.04.2026.
American Express, „Airline Partners – Membership Rewards“, in: AmericanExpress.com. Zuletzt abgerufen am 22.04.2026
Eurowings, „Kreditkarten – Übersicht“, in: Eurowings.com. Zuletzt abgerufen am 22.04.2026.
Miles & More Kreditkarte, „Kreditkartenvergleich“, in: Miles-and-More-Kreditkarte.com. Zuletzt abgerufen am 22.04.2026.


