Die Corona-Impfstrategie in Deutschland wird neu ausgerichtet. Nach Einschätzung der Ständigen Impfkommission (STIKO) benötigen gesunde Erwachsene keine zusätzlichen Impfungen mehr, um eine ausreichende Grundimmunität gegen SARS-CoV-2 aufzubauen.

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Auch die jährliche Auffrischimpfung wird künftig nicht mehr grundsätzlich ab 60 Jahren empfohlen. Als allgemeine Standardempfehlung gilt sie nun erst ab einem Alter von 75 Jahren.
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Corona-Impfung: Wer jetzt selbst bezahlen muss
| Personengruppe | Reguläre Kassenleistung? |
| Gesunde Erwachsene unter 75 Jahren | In der Regel nein |
| Gesunde Menschen ab 75 Jahren | Ja |
| Menschen unter 75 mit relevanten Vorerkrankungen | Ja, bei entsprechender Indikation |
| Bewohner von Pflegeeinrichtungen | Ja, bei entsprechender Indikation |
| Bestimmte Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegebereich | Ja, bei entsprechender Indikation |
| Gesunde Schwangere ohne besondere Risikofaktoren | Keine allgemeine Impfempfehlung mehr |
Corona: Warum ändern sich die Vorgaben zur Covid-19-Impfung?

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die aktualisierten STIKO-Empfehlungen in die Schutzimpfungs-Richtlinie aufgenommen. Der entsprechende Beschluss vom 3. September 2026 wurde am 28. Oktober im Bundesanzeiger veröffentlicht und trat einen Tag später in Kraft. Damit ändern sich zugleich die Voraussetzungen für Corona-Impfungen als Leistung der gesetzlichen Krankenkassen.
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Grund für die Anpassung ist die inzwischen deutlich verbesserte Immunitätslage in der Bevölkerung. Laut Robert Koch-Institut (RKI) verfügen mittlerweile mehr als 95 Prozent der Erwachsenen durch Impfungen, Infektionen oder beides über eine breite Immunität gegen SARS-CoV-2.
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Was genau sich bei den Corona-Impfempfehlungen ändert
Die vorhandene Immunität bietet den meisten gesunden Erwachsenen einen guten Schutz vor schweren COVID-19-Verläufen. Da zudem Krankenhausaufenthalte und Todesfälle im Zusammenhang mit Corona deutlich zurückgegangen sind, sieht die STIKO keine allgemeine Notwendigkeit mehr für eine Basisimmunität durch mindestens drei Impf- oder Infektionskontakte. Die bisherige Empfehlung entfällt auch für gesunde Schwangere ohne besondere Risikofaktoren.
Weiterhin zur Impfung geraten wird Menschen ab 75 Jahren und solchen mit erhöhtem Erkrankungsrisiko. Dazu gehören unter anderem Personen mit chronischen Erkrankungen oder geschwächtem Immunsystem, Bewohner von Pflegeeinrichtungen sowie bestimmte Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegebereich. Auch Schwangere mit entsprechenden Risikofaktoren bleiben Teil der empfohlenen Impfgruppen.
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Corona-Impfung unter 75: Wer bekommt sie weiterhin kostenlos?
Auch Menschen unter 75 Jahren können die Corona-Impfung weiterhin als Kassenleistung erhalten. Entscheidend ist, ob sie zu einer Risikogruppe gehören. Dazu zählen beispielsweise Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen, einem geschwächten Immunsystem oder Bewohner von Pflegeeinrichtungen.
Auch für bestimmte Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegebereich sowie Schwangere mit entsprechenden Risikofaktoren bleibt eine Impfung empfohlen. Ob die Krankenkasse die Kosten übernimmt, richtet sich nach den geltenden Vorgaben und der individuellen Situation. Wer unsicher ist, sollte den Anspruch vor der Impfung mit seiner Arztpraxis oder Krankenkasse klären.
Kosten für Corona-Impfung: Was bedeutet das für gesetzlich Versicherte?
Die neuen Empfehlungen wirken sich direkt auf den Leistungsanspruch gegenüber den gesetzlichen Krankenkassen aus. Menschen ab 75 Jahren und Angehörige der definierten Risikogruppen können die Corona-Impfung weiterhin als Kassenleistung erhalten.
Für gesunde Erwachsene unter 75 Jahren gehört eine regelmäßige Corona-Impfung dagegen grundsätzlich nicht mehr zum regulären Leistungskatalog. Wie diese Redaktion aus Krankenkassen-Kreisen erfuhr, bewegen sich die Kosten für den Impfstoff bei 105 bis 120 Euro. Das Honorar für die Impfung beläuft sich auf rund 14 Euro. Zusammen müssen Versicherte, die keinen Anspruch auf die Kassenleistung haben, also mit 119 bis 134 Euro rechnen. (mit bekö)





