Petra Schenk wäre an ihrer digitalen Therapie gegen Depressionen beinahe verzweifelt. Nicht an deren Wirkung, sondern an der Beschaffung. Denn fast hätte die Frau aus Mainz das Hilfsmittel gar nicht erst bekommen. Wegen ihres Smartphones.
Im April verschreibt Schenks Therapeut der 48-Jährigen, die in Wirklichkeit anders heißt, hier aber anonym bleiben möchte, die App Deprexis. Diese ist zugelassen zur Behandlung von Depressionen und beinhaltet zehn Module. Das digitale Programm stützt sich auf Erkenntnisse von Verhaltenstherapie und Psychoanalyse. Während der Nutzung gibt es zudem kurze Kontakte mit dem verordnenden Arzt zur Verlaufskontrolle.
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Deprexis ist eine von 62 in Deutschland zugelassenen digitalen Gesundheitsanwendungen, kurz DiGA. Es gibt sie für die Behandlung diverser Krankheiten: Migräne, Diabetes, Tinnitus, Adipositas, Depressionen. Seit Dezember 2019 können sie von Ärzten und Psychotherapeuten verordnet und durch die Krankenkasse erstattet werden. Deprexis ist eine App, die helfen soll, negative Denkmuster zu erkennen und neue Verhaltensweisen für den Alltag zu erlernen. Laut Anbieter konnten „13 randomisierte, klinisch-kontrollierte Studien nachweisen, dass die Nutzung der digitalen Anwendung depressive Symptome vermindert“. Seit Februar 2021 ist sie zugelassen.






