„Riecht streng“, sagt Dr. Matthias Riedl, nachdem er vorsichtig ein Schraubglas geöffnet und kurz eine Nase genommen hat. In dem Behälter befinden sich Kapseln eines spanischen Herstellers mit sogenannten Cordyceps sinensis, dem Chinesischen Raupenpilz. Vitalpilze erfreuen sich inzwischen großer Beliebtheit und werden von zahlreichen Anbietern als Nahrungsergänzungsmittel angeboten – meist in Form von Pulver oder Kapseln. „Das ist eine Behandlungsrichtung, die ihre Wurzeln in der Traditionellen Chinesischen Medizin, kurz TCM, hat“, erklärt der Ernährungsmediziner.

Dass Pilze traditionell nicht nur als Lebensmittel, sondern auch als etwas Heilendes betrachtet werden, zeigt sich besonders in der chinesischen Küche. Shiitake etwa werden dort seit Langem entsprechende Eigenschaften zugeschrieben. Für Dr. Matthias Riedl ist das durchaus nachvollziehbar. „Pilze sind etwas ganz Wunderbares. Wir haben rund 14.000 Pilze, und bei 700 vermutet man gesundheitlich positive Wirkungen“, sagt der Ernährungsmediziner. Allerdings ist auch ein wenig Vorsicht geboten. Bei welchen Pilzen genau, erklärt Dr. Riedl hier.

Vitalpilze: Positive Effekte vermutet, Studien fehlen aber noch