- Ellen vergisst Passwörter, hat Wortfindungsstörungen und wirkt „total neben der Spur“
- Zwei Jahre lang suchen Ärzte nach einer Erklärung und liegen dabei falsch
- Den entscheidenden Verdacht hat am Ende ihre damals 15-jährige Tochter
Wenn sich die heute 29-jährige Eleyna an ihre Mama Ellen von früher erinnert, spricht sie von einer „taffen Businessfrau“, der Kapitänin ihres Zuhauses, ihrem sicheren Hafen. Doch irgendwann fing Ellen an, sich zu verändern. „Es begann mit auffälligem Verhalten“, erinnert sich Eleyna im Gespräch mit dieser Redaktion an die ersten Symptome. Die starke Mutter, die immer alles organisiert, gekocht und gemacht hat, wirkt plötzlich antriebslos, desinteressiert und durcheinander.
Ellen erinnert sich nicht mehr an Passwörter, hat Wortfindungsstörungen. Alltägliche Dinge fallen der damals 52-Jährigen schwer. Sie zieht sich zurück. Auch zu ihrer Tochter entsteht eine ungewohnte Distanz. „Sie war ja immer mein größter Supporter. Auf einmal war sie ein anderer Mensch“, erzählt Eleyna. Die Ärzte tippen auf Burnout. Heute weiß die Familie: Sie hat Demenz. Aber es dauert zwei Jahre, bis ein einziger Satz von Eleyna alles verändert – ein Satz, den ihr Vater zunächst nicht hören will.





