Kristine (62) erinnert sich nicht an den einen Abend, an dem das Trinken ihres Mannes Andreas (61) zum Problem wurde. „In der Rückschau stelle ich fest, dass das ein schleichender Prozess war“, sagt Kristine. Mit der Zeit konnte sie sich immer weniger auf ihren Mann verlassen und begann gleichzeitig, seinen Alkoholkonsum vor anderen herunterzuspielen.
Heute lebt Andreas abstinent. Kristine und er sind seit 42 Jahren ein Paar und haben zwei erwachsene Kinder. Hinter ihnen liegen Jahre des Misstrauens und Vertuschens, aber auch der Liebe und Hoffnung, wie sie im Gespräch mit dieser Redaktion verraten. Aber warum bleiben Menschen bei einem alkoholkranken Partner? Und was ist der richtige Weg? Die Psychotherapeutin und Suchttherapeutin Sylke Badekow erklärt, welche Dynamiken dabei wirken können – und wie man mit suchterkrankten Familienmitgliedern umgeht.






