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Nach einem leichten Tritt öffnet sich die Schiebetür zum OP-Saal. Einer von insgesamt 17 am Standort Mitte der Charité Berlin, in der dritten Etage des berühmten Bettenhochhauses. Ganz oben, auf der Privatstation, soll es einen der besten Blicke über die Stadt geben, heißt es. Weiter unten entscheidet sich durch jede noch so kleine Handbewegung, wie erfolgreich die chirurgische Behandlung verläuft. Zwischen Mitte und Ende 20 ist die junge Frau schätzungsweise, die an diesem Tag im OP-Saal für eine neurochirurgische Operation vorbereitet wird.

Sie hat eine Instabilität im Halswirbelbereich. „Deshalb ist bei der Behandlung besondere Präzision gefragt, um die empfindlichen Strukturen zu schützen und mögliche Komplikationen zu vermeiden“, sagt Lava Truckenmüller. Es ist für Außenstehende kaum vorstellbar, unter welchem Druck auf dieser Etage von Europas größtem Universitätsklinikum gearbeitet werden muss. Die Anspannung aber ist bei einem Rundgang durch die OP-Säle deutlich zu spüren.

OP-Management in der Charité
Blick über die Schulter von Lava Truckenmüller in einen Operationssaal in der Charité. © FUNKE Foto Services | Joerg Carstensen

Erst am Nachmittag würde diese Anspannung langsam abnehmen, sagt Truckenmüller. Seit Juli 2026 leitet die 33-Jährige das OP-Management am Campus Mitte – einem von vier Standorten der Charité. Um Einblick zu geben, was sie genau macht, öffnet sie die Türen zu dem Teil der Klinik, in dem Gäste eher selten sind. Es braucht nicht lange, um zu verstehen: Ohne eine OP-Managerin wie Truckenmüller wären die Operationen gar nicht möglich.