• Lena ist unglücklich in ihrer Ehe und denkt über Trennung nach
  • Finanziell fühlt sie sich abhängig, hat deshalb Angst zu gehen
  • Zwei Therapeutinnen erklären, welche Schritte hier sinnvoll sind

Als Lena Habicks jüngster Sohn im Flur steht, vier Jahre alt, barfüßig, bleich, den Schlafanzug vollgespuckt, ist Lena blitzschnell auf den Beinen. Sie holt Handtücher, stellt die Waschmaschine an, redet beruhigend auf ihn ein. Ihr Mann kommt aus dem Schlafzimmer. Er wirkt nicht besorgt, eher gereizt. Als habe das kranke Kind absichtlich seine Nachtruhe gestört. Lena erinnert sich an seinen verbissenen Blick, vor allem aber an seine Worte: „Am liebsten würde ich dich …“ Dann bricht er ab.

Lena Habick heißt eigentlich anders. Sie ist 47 Jahre alt und möchte anonym bleiben, auch wegen der Kinder. Wer sie sieht, würde vermutlich nicht sofort an ein Familiendrama denken: Haus mit Garten, mehrere Kinder, ein Hund – eine Vorzeigefamilie wie aus einer Vorabendserie. Bis Lena anfängt zu erzählen. „Ich überlege sehr ernsthaft, mich zu trennen“, sagt sie. „Aber ich weiß nicht, wie. Ich kann mir das Gehen einfach nicht leisten.“ Lesen Sie hier, was zwei Expertinnen Frauen wie Lena raten.