Wegen der weniger intakten Hautbarriere ist der Sonnenschutz für Menschen mit Neurodermitis „mindestens genauso wichtig wie für alle anderen Menschen auch – wenn nicht sogar ein Stück wichtiger“, sagt Dr. Marisa Klemp von der Berliner Charité. Sie arbeitet an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie und gibt Tipps, was Neurodermitiker beim Eincremen befolgen sollten, wie verlässlich Siegel sind und was Eltern bei Kindern beachten müssen.
Im Netz liest man oft, dass mineralische Filter besser als chemische geeignet sind. Wie sehen Sie das?
Ganz so streng kann man dem nicht zustimmen. Mineralische Sonnencremes sind häufig etwas besser verträglich als die mit chemischen Filtern. In der Wirksamkeit gibt es erst mal keinen Unterschied. Die mineralischen Filter sind beim Auftragen meist etwas weißer: Sie sind sichtbarer und werden deshalb nicht so gerne angewandt. Bevor gar keine Sonnencreme aufgetragen wird, ist es egal. Neurodermitiker müssen die Präparate selbst testen, zum Beispiel an der Ellenbeuge oder dem Hals – dort, wo die Haut einigermaßen intakt ist.





