Inzwischen wurde das Hantavirus bei fünf Menschen nachgewiesen. Weitere Verdachtsfälle werden noch überprüft. Das Virus war auf dem Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“ ausgebrochen und hat bereits drei Todesopfer gefordert. Zwei Niederländer und eine Deutsche. Eigentlich durch Nagetiere, ihren Speichel sowie ihre Exkremente übertragbar, konnte kürzlich der sogenannte Andes-Typ des Hantavirus bei drei der Kreuzfahrt-Passagiere nachgewiesen werden. Er ist dafür verantwortlich, dass sich das Hantavirus auch von Mensch zu Mensch überträgt.

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Damit hat sich ein schlimmer Verdacht bestätigt. Am Mittwoch hatte Südafrikas Gesundheitsminister Aaron Motsoaledi die Ergebnisse der Laboruntersuchungen des Patienten bekannt gegeben. Die Untersuchungen waren im südafrikanischen Institut für Infektionskrankheiten durchgeführt worden. Der Andes-Stamm, der vor allem in Südamerika vertreten ist, konnte bei einem infizierten Briten nachgewiesen werden, der in ein Krankenhaus in Johannesburg ausgeflogen worden war. Er befindet sich derzeit auf der Intensivstation der Klinik.
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Hantavirus-Ausbruch: Andes-Typ bei verstorbener Niederländerin nachgewiesen
Daraufhin sei auch eine mittlerweile verstorbene niederländische Patientin darauf getestet worden. Das Ergebnis sei ebenfalls positiv ausgefallen. Bei der dritten mit dem Andes-Stamm betroffenen Person soll es sich um einen Passagier aus der Schweiz handeln. Letzterer hatte das Schiff bereits Ende April verlassen und war in seine Heimat zurückgekehrt. Dort wird der Mann jetzt am Universitätskrankenhaus Zürich medizinisch versorgt.
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Bei der nach dem tödlichen Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff in das Universitätsklinikum Düsseldorf eingelieferten Frau deutet bislang nichts auf eine Infektion hin. In Laboruntersuchungen sei der Hanta-Erreger nicht nachgewiesen worden, erklärte das Krankenhaus in der nordrhein-westfälischen Stadt am Freitag. Aufgrund der Inkubationszeit würden die Schutzmaßnahmen aber weiter aufrechterhalten.
Andes-Virus bei engem Kontakt von Mensch zu Mensch übertragbar
Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind Ansteckungen mit dem Andes-Typ selten. Es gilt als einzigartig unter den Hantaviren. Tritt eine Infektion mit diesem Typus auf, erfolgt die Übertragung zwischen Menschen bei engem und längerem Kontakt, insbesondere innerhalb eines Haushalts oder unter Partnern, und am wahrscheinlichsten in der Frühphase der Erkrankung, wenn das Virus besonders ansteckend ist.
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Das Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“, auf dem das Hantavirus ausgebrochen war, befindet sich derzeit auf dem Weg zur kanarischen Insel Teneriffa. Den aktuellen Plänen nach soll der Kreuzer aber nicht an der Insel anlegen, sondern am Sonntag im Süden Teneriffas vor Granadilla ankern. Transportiert werden die etwa 150 Passagiere mit kleinen Booten zu je fünf Personen.
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Nur wer vom Schiff direkt zum Flughafen fahren und in ein Flugzeug steigen kann, soll es überhaupt verlassen dürfen. Die spanischen Behörden wollen so jeden Kontakt mit der Bevölkerung auf der Insel vermeiden. Derzeit befinden sich viele Touristen, auch aus Deutschland, dort im Urlaub.
mit AFP









