Astronomen des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie haben zwei supermassereiche Schwarze Löcher in einem „Todestanz“ entdeckt. Die Schwarzen Löcher im Zentrum umkreisen sich in nur 121 Tagen und damit so eng, dass eine Kollision kurz bevorsteht. Sie könnten schon in 100 Jahren miteinander verschmelzen.

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Fundort war die Galaxie Markarian 501, rund 450 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Es ist die erste direkte Beobachtung eines so engen Paares. Weil die beiden Schwarzen Löcher aber so nah beieinander sind und die Galaxie so weit entfernt liegt, können selbst die besten Teleskope die beiden Partner visuell nicht trennen.

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Verraten hat sich das Paar durch einen zweiten, sogenannten Jet, der die Galaxie Markarian 501 verlässt. Jets, Ausstrome energiereicher Teilchen, zeichnen die Bewegung eines Schwarzen Lochs nach. Im Juni 2022 beobachteten die Astronomen dann ein besonderes Schauspiel: Die Strahlung des zweiten Jets erschien plötzlich ringförmig verzerrt. Eine solche Lichtverzerrung entsteht, wenn ein massereiches Objekt im Vordergrund direkt vor der Lichtquelle vorbeizieht. Die Forscher schlossen: Ein zweites supermassereiches Schwarzes Loch muss für die Krümmung sorgen.

Astronomen könnten nun die letzte Phase des Engtanzes mithilfe von Gravitationswellen mitverfolgen. Das könnte neue Aufschlüsse über die Kollision von Galaxien und auch die Verschmelzung ihrer zentralen supermassereichen Schwarzen Löcher geben.

awe