- Das neue Medikament Leqembi soll Alzheimer verzögern
- Petra Bäder aus NRW wird seit Januar damit behandelt
- Wie es ihr damit ergeht und was sie jetzt hofft
Wenn Petra Bäder von ihrer Alzheimer-Therapie erzählt, spricht sie von einem „Lottogewinn“. Von den je nach Berechnung rund 1,2 bis 1,8 Millionen Menschen mit Demenz in Deutschland kommen nur höchstens rund 73.000 Patienten (bis zu 6 Prozent) überhaupt für die Antikörperbehandlung infrage, so Schätzungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI). Das Medikament Leqembi mit dem Wirkstoff Lecanemab ist das erste EU-weit zugelassene Antikörpermedikament gegen die Alzheimer-Krankheit und seit September vergangenen Jahres in Deutschland verfügbar. Bundesweit werden erst einige Hundert Patienten damit behandelt.
Leqembi kann Alzheimer weder heilen noch den Krankheitsverlauf stoppen. Dennoch ist es für viele Neurologinnen und Neurologen der erste Meilenstein für neue verlaufsmodifizierende Therapien. Ziel der Behandlung ist es, den geistigen Abbau bei Menschen im Frühstadium der Krankheit zu verlangsamen und die Selbstständigkeit bei den alltäglichen Aufgaben möglichst lange zu erhalten. Bei Menschen wie Petra Bäder aus der Nähe von Aachen (NRW). Die 65-Jährige hatte erst vergangenen Sommer die erschütternde Diagnose erhalten: Alzheimer im Frühstadium. Seit Januar wird ihr unter engmaschiger Beobachtung Leqembi verabreicht. Wie es ihr mit der Antikörpertherapie ergeht, welche Prognose die Ärzte ihr geben und warum sie zuversichtlich in die Zukunft blickt, erzählt Bäder im Gespräch mit dieser Redaktion.





