Prof. Dr. Martin Korte, geboren 1964, ist Professor für Neurobiologie an der Technischen Universität Braunschweig und Autor von Büchern wie „Frisch im Kopf: Wie wir uns aus der digitalen Reizüberflutung befreien“ oder „Wie Kinder heute lernen“. Seit langem forscht er über das menschliche Gedächtnis. Zu der politisch forcierten Debatte über die Auswirkungen exzessiven Smartphone-Gebrauchs mit Social-Media-Nutzung auf Kinder und Jugendliche hat er eine klare Meinung.

So schwierig das ist mit den Zeitreisen: Glauben Sie, dass der 13-jährige Martin Korte unbedingt hätte wissen wollen, was die anderen in diesem Moment auf Tiktok zeigen oder auf Instagram schreiben?

Ich saß mit 13 die meiste Zeit auf einem Pflaumenbaum oder rannte über einen Fußballplatz. Wenn diese Medien damals schon so eine wichtige Rolle gespielt hätten, hätte ich vermutlich auch wissen wollen, was die anderen machen..

Mit Recht? Also: Inwiefern ist das übermäßige Starren aufs Smartphone ein Problem gerade für Heranwachsende? Was sagen Sie als Neurobiologe dazu?