Manche Begegnungen wirken wie ein Kaffee: Man geht wacher hinaus, leichter, irgendwie sortierter. In anderen Gesprächen stellt sich schon nach wenigen Sätzen Erschöpfung ein, alles wird zäh – als trüge man plötzlich eine schwere Tasche am Arm, gefüllt mit Dingen, die nicht die eigenen sind. In Beziehungen mit narzisstisch veranlagten Menschen ist dieses Gefühl oft kein Zufall, sondern Teil eines wiederkehrenden Musters.
Die Berliner Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin Lisa Zimmermann warnt: Jeder Kontakt könne in eine Form der „Vereinnahmung“ kippen – also in einen Austausch, der weniger von Gegenseitigkeit geprägt ist, als davon, dass eine Seite die andere für die eigenen Bedürfnisse in Anspruch nimmt. Wie Betroffene Vereinnahmung erkennen, warum viele dennoch bleiben und wann eine Trennung ratsam ist.
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