„Ich nahm weniger schnell zu als andere Leute, hatte aber oft Herzrasen, Panikgefühle und eine dauerhafte innere Unruhe“, erinnert sich Anna Köhler* heute. Lange konnte sich die 24-Jährige aus Hessen nicht erklären, warum ihr Körper offenbar nicht mehr zur Ruhe kam. Erst eine ärztliche Abklärung brachte schließlich Gewissheit: Ihre Schilddrüse spielte verrückt. Die Diagnose lautete Hashimoto-Thyreoiditis – eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Durch die notwendige Behandlung mit Medikamenten kam es bei ihr phasenweise zu Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion.

Solche Verläufe sind für viele Betroffene verwirrend. Denn die Schilddrüse steuert zentrale Prozesse im Körper. „Ohne Schilddrüsenhormone können Organe nicht funktionieren“, sagt der Internist und Endokrinologe Prof. Dr. Joachim Feldkamp vom Uniklinikum Bielefeld im Gespräch mit dieser Redaktion. Hier erklärt der Mediziner, wann es zu drastischen Symptomen wie bei Anna kommen kann, wie sich eine Schilddrüsenüberfunktion behandeln lässt und ob die Krankheit vererbbar ist.

Was macht die Schilddrüse? Arzt erklärt „Gaspedal“ des Körpers