Wenn die Weihnachtsmusik dröhnt, sich die Menschenmassen durch die Straßen drängen und Lichter und Dekorationen die Sinne beschäftigen, kann es schnell einmal unbemerkt bleiben, wenn Taschendiebe auf Weihnachtsmärkten zugreifen. Die Polizei gibt Tipps, um das zu verhindern oder im Fall der Fälle den Schaden so klein wie möglich zu halten.
Taschendiebe auf Weihnachtsmärkten: Achtung vor diesen Tricks
Je nach Ort und Situation wenden Taschendiebe verschiedene Tricks an, um ihre Opfer abzulenken und unbemerkt an Wertsachen zu gelangen. Die Bundespolizei unterscheidet etwa zwischen zehn verschiedenen Maschen, die aktuell besonders häufig vorkommen.
Darunter ist der „Drängel-Trick“, der sicherlich auch auf Weihnachtsmärkten Anwendung findet: Hierbei rempelt ein Täter das Opfer im Gedränge an, ein Mittäter kommt dem Opfer entgegen und bleibt plötzlich stehen. Während das Opfer dann „aus Versehen“ den Täter vor sich anrempelt, stiehlt ein Taschendieb die Wertsachen des dadurch abgelenkten Opfers (etwa aus dem Rucksack oder der Jackentasche).

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Ebenfalls auf Weihnachtsmärkten denkbar ist der „Beschmutzer-Trick“. Hierbei wird ein Opfer „versehentlich“ mit Ketchup, Glühwein oder anderen Flüssigkeiten bekleckert – und dann bei einem wortreichen Reinigungsversuch durch den Täter abgelenkt und unbemerkt bestohlen.
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Beim „Stadtplan-Trick“ – auch auf dem Weihnachtsmarkt gut möglich – spricht der Dieb sein potenzielles Opfer an und fragt mit einem Stadtplan in der Hand nach dem Weg. Das Opfer nimmt den Plan in den meisten Fällen in die Hand, konzentriert sich darauf, dem Dieb den Weg zu zeigen – und bemerkt so nicht, wie der Dieb in die Hand- oder Jackentasche greift.
Viele Weihnachtsmärkte verfügen heute über Partyzelte oder Almhütten. Dort, aber auch etwa an Glühweinständen oder an Bühnen, kann der „Tanz-Trick“ zum Einsatz kommen: Der Taschendieb begrüßt hierbei sein Opfer überschwänglich oder klatscht es ab, nimmt es darauf in den Arm oder hakt sich ein, um mit ihm oder ihr zu tanzen. Das Opfer ist abgelenkt – und der Dieb selbst oder ein Komplize kann dann in die Jacken- oder Handtasche greifen und Handy, Portemonnaie und Co. entwenden. Besonders leicht fällt das, wenn das Opfer alkoholisiert ist.
So schützen sich Weihnachtmarkt-Besucher vor Diebstahl
Damit diese Tricks keine Anwendung finden und Diebe leer ausgehen, rät die Bundespolizei zu einigen Vorkehrungen.
Wer sich vor Diebstahl schützen will, sollte...
- ...Wertsachen in verschiedenen und verschlossenen Innentaschen der eigenen Jacke aufbewahren – und keinesfalls in den Außentaschen.
- ... Handtaschen so tragen, dass die verschließbare Seite zum Körper zeigt.
- ... nur so viel Bargeld mitnehmen, wie unbedingt nötig ist.
- ...insbesondere bei vollen Weihnachtsmärkten und im Gedränge auf die eigenen Wertsachen achten.
- ... aufmerksam sein, wenn jemand nah an einen herantritt oder anrempelt – es kann sich entweder um ein Versehen handeln, oder aber um einen der Tricks, die Taschendiebe gerne nutzen.
Auf dem Weihnachtsmarkt bestohlen? Direkt handeln
Wer trotzdem bestohlen wurde, der sollte sofort handeln, mahnt die Bundespolizei. Wichtige Schritte, die sofort eingeleitet werden sollten, sind
- die Sperrung der Bankkarten; das ist bundesweit unter dem Sperrnotruf 116 116 für alle Girocards und die meisten Kreditkarten möglich.
- eine Anzeige bei der Polizei; sie kann zudem die Sperrung von SEPA-Lastschriften veranlassen.
- die stetige Beobachtung von Kontobewegungen; wenn der Taschendieb Zahlungen tätigen oder Geld abheben sollte, dann sollte das sofort bei der eigenen Bank gemeldet werden.








