- Ozempic, Wegovy & Co. erfordern als Abnehmmedikament ein Rezept vom Arzt
- Online-Anbieter stellen das Rezept laut Test der Verbraucherzentrale aber auch ohne Arztbesuch aus
- Ein Abnehmforscher warnt Verbraucher vor der leichtsinnigen Bestellung
Eine Spritze jede Woche – und schon purzeln innerhalb weniger Monate die Pfunde. Das erhoffen sich viele Übergewichtige, die mit den Abnehmspritzen von Ozempic, Wegovy (beide Wirkstoff Semaglutid) oder Mounjaro (Tirzepatid) ihre Wunschgewicht erreichen wollen. Zugelassen sind die Medikamente bislang jedoch nur für Menschen mit Adipositas oder Diabetes (Ozempic) und mit einem Body-Maß-Index (BMI) über 30 (in Ausnahmefällen ab 27). Der reguläre Weg zur Abnehmspritze führt daher über Besuche beziehungsweise eine Therapie bei einem Arzt oder einer Ärztin.
Die Mediziner müssen nach Untersuchung und Beratung das Medikament verschreiben, bevor es in der Apotheke ausgegeben wird. „Viel zu umständlich“, meinen offenbar immer mehr Abnehmwillige, und besorgen sich Ozempic und Co. lieber im Internet – ganz ohne Arztbesuch. Und sie werden fündig – bei immer mehr Online-Plattformen, die Telemedizin und Online-Apotheke zusammenbringen. Das Versprechen: schnell ein paar Fragen auf der Webseite beantworten, Online-Rezept erhalten und die Abnehmspritze direkt nach Hause liefern lassen. Wie das funktioniert, was ein Test der Verbraucherzentralen entlarvt und warum ein Adipositas-Forscher bei der Online-Bestellung der Abnehmspritzen erhebliche Risiken sieht.






