- Die Huntington Krankheit ist genetisch bedingt und wird vererbt
- In Deutschland sind bis zu 12.000 Menschen davon betroffen
- Alina ist eine von ihnen und teilt ihren Umgang mit dem Gendefekt
Wenn Alina über ihr Leben spricht, geht es nicht um Karrieren, Meilensteine oder den großen Sinn. Sie spricht vom Wald. Täglich zieht es die 34-Jährige mit ihrem Hund hinaus zwischen die Bäume. Dort fühle sie sich umarmt – von der Ruhe, vom Rascheln der Blätter, vom weichen Licht. Alina ist es wichtig, ihr Leben mit schönen Dingen zu füllen: In ihrem Körper schlummert eine Krankheit, die letztlich zum Tod führt und jederzeit ausbrechen könnte.
Vor etwa zehn Jahren sitzt Alina im Besprechungszimmer einer medizinischen Praxis. Sie lässt sich auf einen Gendefekt testen, der unweigerlich zur Huntington-Krankheit führen wird. Der Deutschen Huntington-Hilfe zufolge leben schätzungsweise 8000 bis 12.000 Menschen mit Huntington in Deutschland, auch bei Alinas Vater ist die Erbkrankheit zum Zeitpunkt ihres Gentests bereits ausgebrochen. Für Alina und ihren Bruder bedeutet das: ein Risiko von fünfzig Prozent, selbst daran zu erkranken.





