Der Nachbar mäht den Rasen, die Baustelle nebenan lärmt seit Wochen, das Baby schreit und die Musik aus den Kopfhörern klingt auch erst bei satter Lautstärke so richtig gut – unsere Ohren können schnell unter Dauerbeschuss geraten. Mit erheblichem Risiko für die Gesundheit: Wer nicht auf sein Gehör achtet, riskiert schon in jungen Jahren, dass sich eine Schwerhörigkeit entwickeln kann.
Das kann zur Folge haben, dass Betroffene Gesprächen nicht mehr richtig folgen können und sich sozial isolieren. Zudem steigen die Sturzgefahr im Alltag und das Risiko für Depressionen. Nicht zuletzt deuten Studien darauf hin, dass eine unbehandelte Schwerhörigkeit das Risiko für Demenz erhöhen kann, weil das Gehirn weniger stimuliert wird. Wie also können Erwachsene ihr Gehör frühzeitig schützen und durch einfache Verhaltensregeln Schwerhörigkeit sowie anderen Krankheiten vorbeugen? Das verrät Dr. Bernhard Junge-Hülsing im Gespräch mit dieser Redaktion. Er ist HNO-Facharzt in Starnberg (Bayern) und Mitglied im Bundesvorstand des Deutschen Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte.






