• Zahlreiche Menschen nehmen täglich Nahrungsergänzungsmittel zu sich – auch in Deutschland
  • Doch nicht immer ist die Einnahme unbedenklich
  • Internationale sowie bundesweite Fälle zeigen die gravierenden Risiken, die eine falsche Einnahme mit sich bringt

Vitamin D, Kalzium, Eisen oder Magnesium: Nahrungsergänzungsmittel (NEM) sind in Deutschland schon längst kein Nischenprodukt mehr. In Apotheken, Drogerien oder online kaufen Millionen Menschen regelmäßig Präparate, die stärkere Abwehrkräfte, mehr Energie oder bessere Konzentration versprechen. Wie verbreitet die Nutzung tatsächlich ist, zeigt eine aktuelle Studie der Universität Göttingen. Mehr als drei Viertel der Deutschen nehmen Nahrungsergänzungsmittel ein. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) nutzt sie regelmäßig, also mindestens einmal pro Woche und 38 Prozent sogar mehrmals wöchentlich.

Besonders beliebt sind Vitamin D oder Vitamin C, Kalzium, Eisen und Magnesium. Immer gefragter werden aber auch sogenannte „Botanicals“: pflanzliche Inhaltsstoffe, die aus Blättern, Wurzeln, Blüten, Rinden oder Samen gewonnen werden. Dazu gehören zum Beispiel Kurkuma, Ginseng, sogenannte „Vitalpilze“ oder Ashwagandha. Dass diese Produkte frei verkäuflich sind, vermittelt bei Verbraucherinnen und Verbrauchern Sicherheit. Doch das kann trügen. In vielen Fällen können Nahrungsergänzungsmittel schwerwiegende und langfristige Schäden auslösen, wie mehrere Experten gegenüber dieser Redaktion bestätigen.

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