„Lass dir doch helfen“, „Du solltest kein Auto mehr fahren“ oder „Ihr kommt doch zu Hause alleine gar nicht mehr klar“: Solche Sätze rutschen manchem Angehörigen schonmal raus, der sich Sorgen um die eigenen Eltern im Ruhestand macht. Rund 5,7 Millionen Menschen waren Ende 2023 in Deutschland pflegebedürftig. Meist bahnt es erst sich allmählich an, dass Mutter oder Vater bald Hilfe im Alltag brauchen. Aber wie schneidet man das Thema wertschätzend an, ohne die Eltern vor den Kopf zu stoßen?
Eltern ins Seniorenheim? Heikles Gespräch in der Familie
Als Erwachsener mit den eigenen Eltern über sensible Themen wie Alltagsunterstützung, Pflegebedürftigkeit oder einen Umzug ins Seniorenheim zu sprechen, ist für viele Menschen eine harte Herausforderung. Das weiß auch Claudia Röttger zu berichten: „Niemand setzt sich gerne mit seinen Schwächen oder möglichen Szenarien auseinander, die ihn in seiner Selbstbestimmtheit oder in seiner Bewegungsfreiheit einschränken können.“ Es sei absolut menschlich, solche Vorstellungen, die unangenehm sein können oder Angst machen, lange vor sich herzuschieben: „Nach dem Motto: so schlimm wird es schon nicht oder mich trifft das sowieso nicht“, sagt Röttger.






