Der Lebensmittel-Discounter Lidl will mehr als 500 Einzelartikel quer durch das Sortiment im Preis senken, das gab Lidl am Samstag bekannt. „Damit reagiert Lidl auf die nach wie vor hohe Belastung der Haushalte durch gestiegene Lebenshaltungskosten und stärkt die Kaufkraft seiner Kunden“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Die neuen Preise sollen laut Lidl dauerhaft gelten – es soll sich also nicht um eine befristete Werbeaktion handeln.

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„Mit der größten Preissenkung aller Zeiten entlasten wir unsere Kunden spürbar und setzen ein klares Signal in der Branche“, betont Friedrich Fuchs, Geschäftsleitungsvorsitzender von Lidl in Deutschland. Welche Produkte genau betroffen sind, verrät der Lidl-Chef nicht. Allerdings sollen nahezu alle Warengruppen betroffen sein. Wie die Lebensmittelzeitung (LMZ) nach einem ersten Kontroll-Besuch berichtet, sind derzeit etwa Aufstriche und Wein deutlich reduziert.

Zeitgleich mit der Ankündigung startete Lidl eine neue Werbekampagne, für die der Discounter die Sängerin Sarah Connor gewinnen konnte. Ein erster TV-Spot lief am Samstagabend beim DFB-Pokalfinale zwischen Bielefeld und Stuttgart (2:4).

Lidl senkt Preise: Aldi kontert am selben Tag

Wie die LMZ weiter berichtet, könnte Lidl mit der neuen Preisstrategie auf eine Marge im dreistelligen Millionenbereich verzichten – pro Jahr. Trotz guter Geschäftszahlen sei Lidl derzeit unter Druck. Laut LMZ haben Aldi Nord und Aldi Süd den Konkurrenten beim Wachstum inzwischen in den Schatten gestellt.

Aldi reagierte auch sofort auf die Preisoffensive von Lidl. Noch am selben Tag kündigte Aldi an, dass in den kommenden Wochen die Preise Hunderter Artikel reduziert werden sollen. „Preisführerschaft ist für uns kein kurzfristiger Aktionsmodus, sondern ein Grundprinzip“, sagte Felix Rottmann, der Deutschland-Chef von Aldi Nord, gegenüber der LMZ. 

Der Preiskrieg der Discounter dürfte Kunden zugutekommen. Allerdings sollten Verbraucherinnen und Verbraucher die Preise langfristig im Blick behalten. Denn auch wenn die Lebensmittelpreise nun teilweise zurückgehen und die Inflation nachlässt, sind vereinzelte Produkte immer noch teuer und knapp.

FMG