Die Vorstellung einer harmonischen Trennung bleibt für viele ein Wunschtraum – vor allem, wenn es um Ehe, Vermögen und Kinder geht. Viele Ehepaare starten die Scheidung mit guten Absichten, doch oft kippt die Stimmung im Laufe der Zeit. Der Streit aus der Ehe setzt sich nach der Trennung fort. Emotionen geraten außer Kontrolle und der Scheidungsprozess wird zur Belastungsprobe. Warum das so ist und wie man eine faire Trennung schafft, erklärt ein erfahrener Scheidungsanwalt.

Trotz aller Herausforderungen hält Scheidungsanwalt Jürgen Widder aus Bochum-Wattenscheid nicht davon, um jeden Preis an einer eigentlich bereits gescheiterten Beziehung festzuhalten. „Da es heute rechtlich und auch gesellschaftlich einfacher ist als früher, sich aus einer Ehe durch eine Scheidung zu trennen, finde ich es ganz schrecklich, noch an einer Beziehung festzuhalten, wenn es nicht mehr klappt“, bekräftigt er.

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Dennoch weiß er, dass der Scheidungsprozess neben der emotionalen Belastung von vielen rechtlichen Fragen geprägt ist. Es gehe nicht nur um die formale Auflösung der Ehe, sondern auch um die Regelung von Unterhalt, der Aufteilung des Vermögens – und möglicherweise um Sorgerechtsfragen bei gemeinsamen Kindern, erklärt Widder.