Deutschland hinkt im internationalen Vergleich beim Ausbau intelligenter Stromzähler, den sogenannten Smart Metern, hinterher. Doch seit diesem Jahr soll sich das ändern: Ein neues Gesetz sorgt dafür, dass Haushalte mit einem Stromverbrauch über 6.000 kWh oder mit steuerbaren Verbrauchseinrichtungen wie Wallboxen schrittweise mit intelligenten Zählern ausgestattet werden.

Der Einbau eines Smart Meters bringt für Verbraucherinnen und Verbraucher eine Reihe handfester Vorteile: mehr Transparenz, die Möglichkeit zur Nutzung innovativer Stromtarife und eine bessere Integration erneuerbarer Energien. Nutzen Sie die Digitalisierung für eine schlaue Energiezukunft!

Was ist ein Smart Meter?

Bislang prägten analoge Stromzähler das Bild in deutschen Haushalten. Diese werden nun durch moderne Smart Meter ersetzt. Dabei handelt es sich um intelligente Stromzähler, die mit einer Kommunikationseinheit, dem Smart Meter Gateway, ausgestattet sind. Sie ermöglichen eine automatische und sichere Übermittlung des Stromverbrauchs an den zuständigen Messstellenbetreiber und Energieversorger.

Das Besondere: In Kombination mit passenden Apps wie E.ON Smart Control erhalten Sie als Verbraucher einen besseren Überblick über Ihren Stromverbrauch – und können so viel eher Einfluss darauf nehmen oder Ihre Energiekosten senken.

Smart Meter: Schema der Funktionen
© E.ON/Malte Braun

Mehr Transparenz, neue Tarife

Ein Smart Meter gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihren Energieverbrauch komfortabler zu verfolgen. Anstatt den Stromverbrauch nur einmal jährlich abzulesen, haben Sie mit einem Blick auf Ihre App oder Ihr Kundenportal deutlich mehr Transparenz. Das hilft nicht nur dabei, die Kosten im Blick zu behalten, sondern auch den Verbrauch gezielt zu optimieren.

Darüber hinaus sind Smart Meter ein wichtiges Element für moderne Tarife, denn der Strommarkt bietet mittlerweile mehr Optionen als den klassischen Stromtarif mit einem fixen Preis pro Kilowattstunde. Es gibt zum Beispiel auch flexible oder dynamische Tarife. Ein Beispiel dafür ist der E.ON Home & Drive Tarif. Er wird wie ein klassischer Energietarif mit einem festen Grund- und Arbeitspreis abgerechnet und schiebt das Laden des E-Autos in Zeiten, in denen ein großes Strom-Angebot auf geringe Nachfrage trifft. Das trägt aktiv zur Energiewende und zur effizienteren Nutzung von Strom bei.

Wie funktioniert der Einbau?

Der Einbau eines Smart Meters dauert in der Regel nur rund eine Stunde. Er wird von einer zertifizierten Fachkraft durchgeführt, die den alten Stromzähler ausbaut und durch den neuen ersetzt. Kunden erhalten im Anschluss eine Einweisung zur Nutzung und zum Zugriff auf die Verbrauchsdaten.

Gesellschaftlicher Nutzen: Beitrag zur Energiewende

Der bundesweite Rollout von Smart Metern ist nicht nur für Verbraucher von Vorteil, sondern spielt auch eine zentrale Rolle für die Energiewende. Durch die Digitalisierung der Stromnetze können dezentrale Energiequellen, wie Photovoltaikanlagen auf Hausdächern, besser eingebunden werden. Smart Meter sorgen dafür, dass Stromangebot und -nachfrage effizienter gesteuert werden – eine Grundvoraussetzung für die nachhaltige Energieversorgung der Zukunft.

Neue Energie noch schlauer machen

Erfahren Sie noch mehr darüber, warum Smart Meter ein Teil der Zukunft sind.

  • Präzise Verbrauchskontrolle
  • Automatische Datenübermittlung
  • Potenziell Energiekosten senken
  • Tarife flexibel nutzen
  • Nachhaltigkeit unterstützen

Häufige Fragen zum Smart Meter

1. Muss ich ein Smart Meter einbauen lassen?
Ja, wenn Ihr Haushalt jährlich mehr als 6.000 kWh verbraucht oder Sie steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie eine Wallbox nutzen.

2. Wie hoch sind die Kosten?
Die Kosten sind gesetzlich gedeckelt und liegen je nach Verbrauch zwischen 40 und 140 Euro pro Jahr.

3. Welche Vorteile bringt mir der Smart Meter konkret?
Sie erhalten mehr Transparenz über Ihren Verbrauch, können Energiekosten viel eher optimieren und von flexiblen Tarifen profitieren.

Mit Smart Metern wird Energie schlauer genutzt – für eine nachhaltige Zukunft und mehr Kontrolle über den eigenen Verbrauch.